Gold: Positive Ausgangslage auf Messers Schneide

Mittwoch, 21.09.2016 09:05 von

Düsseldorf (GodmodeTrader.de) – Gold legt zur Wochenmitte im Vorfeld des Zinsentscheids der Federal Reserve Bank, der um 20:00 Uhr MESZ ansteht, zu und notierte bislang bei 1.320,38 US-Dollar je Feinunze im Hoch. Während die Erwartung, dass es bereits heute zu einer US-Zinsanhebung kommt, weitgehend ausgepreist ist, erhoffen sich die Marktteilnehmer von der anschließenden Pressekonferenz und den neuen Projektionen der Fed Hinweise auf den Zeitpunkt einer Zinsanhebung. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten rechnen zu 70 Prozent im Dezember mit einem Zinsschritt.

Charttechnisch betrachtet konnte der Goldpreis-Future bisher noch nicht recht Kapital aus der positiven Weichenstellung in Form der Ende Juni abgeschlossenen inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation schlagen. Mittlerweile steht die angeführte Bodenbildung sogar wieder zur Disposition und es heißt „Pullback oder Rebreak?", wie die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt in „Der Markt heute“ schreiben.

Ausschlaggebend dafür sei die Nackenlinie im Bereich der Hochs vom Januar 2015 sowie Mai und März 2016 bei 1.308/1.306/1.288 US-Dollar, die zudem durch die 200-Wochen-Linie (aktuell bei 1.284 USD) verstärkt werde. Komme es zu einem Rückfall unter die angeführten Marken, sei die jüngste Bewegung als klassischer Fehlausbruch zu interpretieren und der Blick senke sich wieder gen Süden. Der nächste Anlauf wäre in diesem Fall die Kombination aus der 90-Wochen-Linie (aktuell bei 1.202 USD) und dem jüngsten Tief bei 1.199 US-Dollar, heißt es weiter.

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Gold

„Mit Blick auf bestehende Ausstiegssignale seitens des Stochastik und des MACD auf Wochenbasis ist der Eintritt des Negativszenarios nicht zu unterschätzen. Hält die angeführte Nackenlinie derweil, steht ein Pullback an das Ausbruchsniveau zu Buche, und der Goldpreis könnte die Marken als Sprungbrett nehmen um es mit dem seit 2011 dominierenden Abwärtstrend (aktuell bei 1.397 US-Dollar) aufzunehmen und zum ganz großen Befreiungsschlag anzusetzen“, so die HSBC-Analysten.