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Gläubiger verschaffen Jack Wolfskin Luft für Verhandlungen

Freitag, 13.01.2017 01:20 von

Die Verhandlungen über die Zukunft Jack Wolfskin haben begonnen. Um die zu vereinfachen, verzichten die Banken vorerst auf die Rückzahlung von Krediten. Finanzinvestor Blackstone bangt um die Kontrolle des Unternehmens.

Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin und seine Gläubiger verhandeln über die finanzielle Zukunft des Unternehmens. Die Gespräche, bei denen der Finanzinvestor Blackstone die Kontrolle über das Unternehmen aus Idstein verlieren könnte, hätten am Donnerstag begonnen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Kurz vorher hätten die Gläubiger darauf verzichtet, Kredite über 365 Millionen Euro an Jack Wolfskin bis Mitte dieses Jahres fällig zu stellen. Das solle Druck aus den Verhandlungen nehmen. Die Geschäftsführung sollte zunächst den vom Wirtschaftsprüfer Deloitte ausgearbeiteten aktualisierten Geschäftsplan vorstellen.

Trotz der Zugeständnisse der Kreditgeber droht der US-Finanzinvestor Blackstone im Zuge der Verhandlungen über einen Schuldenschnitt die Mehrheit an dem vor gut fünf Jahren für gut 700 Millionen Euro erworbenen Unternehmen zu verlieren. Die Gläubiger forderten, dass Blackstone noch einmal frisches Kapital bei Jack Wolfskin nachschießt. Die Teilnehmer des Treffens wollten sich dazu nicht äußern. "Die Gespräche stehen noch ganz am Anfang", sagte ein Insider.

Bewegt sich Blackstone nicht, sind Hedgefonds wie H.I.G. Capital und CQS bereit, Jack Wolfskin selbst zu übernehmen und im Gegenzug die Schuldenlast zu senken. Sie haben den Banken bereits einen Teil der Kredite abgekauft, die am Kapitalmarkt nur noch für rund 60 Prozent des Nennwerts gehandelt werden. "Blackstone muss sich bis Ende des Monats entscheiden", sagte einer der Insider.

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