Gipfelerklärung: Auch andere Länder wollen Klimadeal bald annehmen

Sonntag, 04.09.2016 14:40 von

HANGZHOU (dpa-AFX) - Nach der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens durch China und die USA wollen auch die anderen G20-Staaten die Vereinbarung so schnell wie möglich annehmen. In dem Entwurf der Gipfelerklärung, der der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag im ostchinesischen Hangzhou vorlag, machen die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) allerdings keine konkreten Zusagen zu einer weiteren Verringerung der Treibhausgase.

"Wir verpflichten uns, unsere jeweiligen inländischen Verfahren abzuschließen, um dem Pariser Abkommen so schnell beizutreten wie es die nationalen Vorgehensweisen erlauben", heißt es darin. Die Bemühungen, das Abkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten zu lassen, werden begrüßt. Dafür müssen 55 Staaten mit mindestens 55 Prozent Anteil an den Emission das Abkommen ratifizieren.

Die schon vor sieben Jahren zugesagte Abschaffung der Subventionen für fossile Energien, die Klimaschützer nachdrücklich fordern, wird nicht einmal erwähnt. Ähnlich wurde ein konkreter Hinweis auf die 100 Milliarden US-Dollar (90 Milliarden Euro) an Klimafinanzierung aus einem früheren Entwurf wieder gestrichen. Die Summe sollen die Industrieländer den armen Ländern bis 2020 jährlich zur Anpassung an den Klimawandel bereitstellen.

Eher allgemein wird dafür die Bedeutung des grünen Klimafonds und die Notwendigkeit bekräftigt, die finanziellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, den Entwicklungsländern zu helfen. Sie sollen damit die Folgen der Erderwärmung mindern und sich anzupassen können. Klimaschutzgruppen hatten die G20 aufgefordert, ihre Treibhausgase stärker als bisher zugesagt zu verringern, weil sonst das Zwei-Grad-Ziel nicht erreicht werde. Die G20-Länder sind für drei Viertel aller weltweiten Emissionen verantwortlich./lw/DP/he