Gibt es eine Zukunft für die europäischen Banken?

Mittwoch, 05.10.2016 06:20 von

Deutschland scheint aktuell das Brennglas für die Schwäche des europäischen Bankensektors zu sein. Was muss geschehen, damit sich die Lage stabilisiert und eine mittelfristige Besserung möglich wird?

Bei der Deutschen Bank löste die Androhung einer 14 Milliarden US-Dollar-Strafe durch das US-Justizministerium heftige Turbulenzen aus. Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) kündigte eine abermalige Restrukturierung an. Sie will ihre Ertragskraft stärken. Die Belastungen für die europäischen Banken sind aber nicht nur in Deutschland zu spüren. Alle EU-Länder sind betroffen.

Es lassen sich im Wesentlichen drei Gründe für die Belastungen der europäischen Banken ausmachen: die niedrigen Zinsen, die regulatorischen Anforderungen sowie neue Wettbewerber, die sogenannten Fin-Techs. In Deutschland werden die Belastungen zusätzlich noch durch eine zu große Zahl an Banken verschärft. Schuld daran ist die Struktur des deutschen Bankwesens. Die Dreigliedrigkeit des deutschen Bankensektors (Sparkassen, Genossenschaftsbanken und private Banken) führt zu einer besonders hohen Zahl an Banken. Dazu kommt, dass viele ausländische Banken in Deutschland Fuß fassen wollen, da hier das Kreditgeschäft als attraktiv gilt und man entsprechend ein Stück vom Ertragskuchen abhaben möchte.

Durch die drei Belastungsfaktoren werden die Schwächen der Geschäftsmodelle offenbar. Diese Defizite sind ablesbar an der Ertragsschwäche der Banken. Die Wirkungskanäle der Belastungsfaktoren sind dabei völlig unterschiedlich. Die niedrigen Zinsen und Renditen belasten hauptsächlich die Margen der Banken, während die regulatorischen Kosten sich wie ständig steigende Fixkosten auswirken. Alleine für Deutschland rechnen wir durch die regulatorischen Anforderungen mit rund 10 Milliarden Euro Mehrkosten pro Jahr.

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