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Gesundheitsministerium prüft Folgen von EuGH-Urteil zu Arzneien

Mittwoch, 19.10.2016 12:49 von

LUXEMBURG/BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen die deutsche Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneien prüft die Bundesregierung die Konsequenzen. Priorität bleibe eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung durch öffentliche Apotheken, erklärte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin.

Der EuGH hatte entschieden, dass die auch für Versandapotheken im EU-Ausland geltende Preisbindung gegen EU-Recht verstoße. Damit sei die deutsche Regelung für diese Versandapotheken nicht mehr anwendbar, erklärte das Ministerium.

In der Folge könnten deutsche Apotheken unter Druck geraten, wenn für sie die Preisbindung weiter gilt, für die ausländische Konkurrenz aber nicht./vsr/DP/tos