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Gerresheimer nimmt Übernahmen ins Visier

Donnerstag, 06.10.2016 13:00 von

Injektionsfläschchen und Ampullen: Der Laborglashersteller Gerresheimer (Gerresheimer Aktie) erzielt einen Gewinnzuwachs. Das liegt an den Geschäften mit der amerikanischen Pharmaindustrie. Nun sind Übernahmen wahrscheinlich.

Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Spezialverpackungshersteller Gerresheimer liebäugelt mit Zukäufen. Das Management halte Ausschau nach geeigneten Übernahmekandidaten in Südost-Asien und Südamerika, sagte Vorstandschef Uwe Röhrhoff am Donnerstag. Auch der Einstieg in neue Technologien - etwa im Bereich Spezialverpackungen für flüssige Medikamente - würde ins Visier genommen. „Übernahmen in normaler Größe können wir aus dem Cash Flow stemmen.“ Aber auch größere Zukäufe seien durch den Kreditrahmen gedeckt.

Röhrhoff kündigte angesichts der zu erwartenden Gewinnzuwächse an, dass sich die Aktionäre für 2015/16 auf eine „deutlich“ höhere Dividende einstellen können. „Ein Euro je Aktie ist durchaus denkbar.“ Für 2014/15 hatten die Aktionäre 85 Cent je Aktie erhalten.

Florierende Geschäfte mit der Pharmaindustrie sorgten im dritten Quartal für einen Gewinnsprung. Beim Geschäft mit Injektionsfläschchen, Ampullen und Ampullenspritzen aus Glas setzte sich der positive Trend insbesondere in Amerika fort. Im Zeitraum Juni bis August stieg so der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um 24,2 Prozent auf 84,4 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen. Der Umsatz legte um 8,4 Prozent zu auf 373,1 Millionen Euro.

An der Börse konnte Gerresheimer damit allerdings nicht punkten. Im Nebenwerteindex MDax gaben die Aktien um zwei Prozent nach. In den vergangenen drei Wochen hatten die Papiere aber fast vier Prozent zugelegt, knapp doppelt so viel wie der MDax. Gleichwohl lobte Sven Kürten von der DZ Bank das „sehr starke“ Quartal, das klar besser als erwartet ausgefallen sei. „Gerresheimer bleibt eine unserer Sektor-Topempfehlungen.“

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