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Georg Fischer: Solider Wachstumswert aus der Schweiz!

Freitag, 17.02.2017 06:30

Kommentar von Jens Gravenkötter

Liebe Leser,

wie viele Schweizer Unternehmen kennen Sie eigentlich? Okay, Nestlé kennt jeder. Doch was ist mit Georg Fischer? Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass sich die Aktie von Georg Fischer in weniger als zehn Jahren fast verachtfacht hat, werden Sie sicher hellhörig. Hinzu kommt, dass Georg Fischer kein Zocker-Papier, sondern ein grundsolider Maschinenbauer ist. Neugierig geworden? Lesen Sie unsere Analyse!

Gute Aufträge sorgen für Wachstum

Georg Fischer (GF) konzentriert sich auf die drei Kerngeschäfte GF Piping Systems (Rohrleitungssysteme), GF Automotive (Fahrzeugtechnik) und GF Machining Solutions (Fertigungstechnik). Der 1802 gegründete Konzern verfügt in 30 Ländern über 125 Gesellschaften, davon 48 Produktionsstätten.

Der Jahresbericht liegt noch nicht vor, und für den 9-Monats-Zeitraum veröffentlicht  Georg Fischer keine Ergebnisse. Mangels anderslautender Meldungen dürfte der Konzern aber seine Jahresziele erreicht haben. Auch mit seiner Strategie 2020 ist  Georg Fischer auf Kurs. Diese sieht einen Umsatz von 4,5 bis 5 Mrd SFr sowie eine operative Marge von 8 bis 9% vor.

Um die Ziele bis 2020 zu erreichen, wird die Produktivität in Europa weiter optimiert, die globale Präsenz über Akquisitionen verstärkt und der Fokus auf Geschäfte mit hohen Margen gerichtet. Im Blick hat Georg Fischer die Wachstumsmärkte Amerikas und Asiens sowie attraktive Branchen wie Medizintechnik, Luftfahrt und Informations-/ Kommunikationstechnologie.

Im August hat der Konzern über sein Joint Venture Chinaust zwei chinesische Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 20 Mio SFr übernommen, die schon seit Jahren zuverlässige Partner von Chinaust sind und die Sparte Piping Systems stärken.

In der Automotive-Sparte läuft es ebenfalls rund.  Georg Fischer hat bereits mehrere Aufträge zur Ausrüstung von Elektrofahrzeugen erhalten. Im September kam ein weiterer Auftrag von einem französischen Fahrzeug-Hersteller hinzu. Es geht um die Lieferung von Batteriegehäusen aus Aluminium.

Beobachten, es lohnt sich!

Mit einem Wert von 77 Mio € ist der Auftrag zwar eher klein, er dokumentiert aber erneut die Kompetenz von  Georg Fischer im wichtigen Markt der Elektromobilität. Denn mit Blick auf eine möglichst große Reichweite ist die Gewicht sparende Bauweise der Gehäuse von erheblicher Bedeutung. Trotz der guten Kursentwicklung im vergangenen Jahr ist die Aktie noch nicht zu teuer.

Hinzu kommt die interessante Dividendenrendite von 2,3%, die bei diesem Wachstumswert eine nette Zugabe darstellt. Das Beispiel von Georg Fischer zeigt wieder einmal, dass es maßgeblich darauf ankommt, über den Tellerrand zu blicken. Nur wenige Investoren haben die Aktie auf dem Radar. Wir bereits seit Jahren. Auch Sie sollten Georg Fischer ab heute genauer beobachten. Es lohnt sich!

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