Gehaltsverhandlungen für Piloten gescheitert

Montag, 14.11.2016 12:20 von

Die Gehaltsverhandlungen für die Piloten der Lufthansa (Lufthansa Aktie) und der Tochter Germanwings sind gescheitert. Nach 14 Monaten werden damit wieder Streiks der Piloten wahrscheinlicher.

Bei der Lufthansa wird ein erneuter Streik der Piloten immer wahrscheinlicher. Verhandlungen zum Einzelthema der Vergütung von rund 5400 Piloten der Kerngesellschaft Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochter Germanwings sind dem Vernehmen nach gescheitert. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für diesen Montag zu einer Pressekonferenz am Frankfurter Flughafen eingeladen, um über das weitere Vorgehen zu informieren.

Die Lufthansa will einen erneuten Arbeitskampf der Piloten mit einer Schlichtung abwenden. Die VC hatte seit April 2014 insgesamt in 13 Runden streiken lassen. Man habe der Gewerkschaft am Montagmorgen schriftlich zwei konkrete Schlichter vorgeschlagen, erklärte ein Unternehmenssprecher, ohne Namen zu nennen. Er verwies auf die erfolgreiche Schlichtung für das Kabinenpersonal unter dem SPD-Politiker Matthias Platzeck. Eine Antwort der VC war Lufthansa zufolge zunächst nicht eingetroffen. Die Gewerkschaft verwies auf ihre Pressekonferenz.

Nach bislang 13 Streikwellen ist die Sachlage in dem festgefahrenen Tarifkonflikt komplizierter denn je. Mit der Altersversorgung und den Übergangsrenten sind weitere zentrale Tarifthemen ungeklärt. Auch hatte die VC vergeblich in Sondierungen versucht, die Arbeitsbedingungen für Piloten bei der Billigtochter Eurowings in ihrem Sinne zu regeln. Lufthansa lehnt es ab, die dortigen Piloten nach dem teuren Lufthansa-Regelwerk zu beschäftigen. Ein isolierter Tarifabschluss allein zu den Gehältern wurde wegen der Gemengelage schon im Vorfeld als unwahrscheinlich angesehen.

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