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Gea-Gewinnwarnung kam „absolut aus dem Nichts“

Donnerstag, 20.10.2016 13:20 von

Die Aktie des Düsseldorfer Maschinenbauers Gea stürzt in der Spitze um fast 20 Prozent ab. Experten halten den Rückschlag für das Wertpapier des einstigen Börsenlieblings aber für übertrieben.

Sie galt lange als ausgesprochener Liebling der Investoren: Wer eine Aktie mit Langzeitperspektive suchte, kam am Düsseldorfer Maschinenbaukonzern Gea nicht vorbei. Die Konzentration des Mittelständlers auf die Belieferung der weltweiten Nahrungsmittelindustrie versprach angesichts der großen Trends wie eine steigende Weltbevölkerung und die zunehmende Vorliebe zu Fertigprodukteng kontinuierliches Wachstum und Renditen.

Doch die Phantasie der Anleger hat in der Nacht zum Donnerstag einen kräftigen Dämpfer bekommen. Wegen schlechterer Geschäfte in dem für Gea wichtigen Markt der Milchverarbeitung sowie der Öl- und Gasindustrie senkte der Spezialmaschinebauer völlig überraschend seine Jahresprognose. Die Investoren reagierten verschnupft und warfen Gea-Papiere in größerer Anzahl auf den Markt. Gleich nach Börsenstart verlor die Aktie in der Spitze knapp 20 Prozent ihres Werts.

Mit 38 Euro näherte sich der Kurs damit fast seinem Ausgangswert von 34 Euro zu Jahresbeginn. Noch im August hatte der MDax-Wert die Marke von 50 Euro knapp übersprungen. „Darin steckte auch ein hoher Vertrauensvorschuss als Wachstumswert“, sagte der Branchenexperte Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). „Eine solche Gewinnwarnung ist da nicht eingepreist worden.“ Noch beim Kapitalmarkttag vor zwei Wochen sei kein Wort über mögliche Probleme verloren worden. „Die revidierte Prognose kam absolut aus dem Nichts.“

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