„Ganz ohne Bescheißen“ wird es schwierig

Mittwoch, 21.09.2016 20:20 von

Die Affäre um manipulierte Abgaswerte wird auch für die VW-Tochter Audi immer unangenehmer: „Ganz ohne Bescheißen“ seien die US-Grenzwerte nicht einzuhalten, hieß es demnach im Jahr 2007 in einer E-Mail eines Ingenieurs.

Die VW-Tochter Audi gerät wegen ihrer Rolle im Abgas-Skandal weiter unter Druck. Bereits 2007 habe ein Ingenieur einem größeren Kreis von Managern des Autoherstellers in einer E-Mail geschrieben, dass man es „ganz ohne Bescheißen“ nicht schaffen werde, die US-Grenzwerte beim Schadstoffausstoß von Dieselwagen einzuhalten. Das berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Mittwoch unter Berufung auf Erkenntnisse der Anwaltskanzlei Jones Day, die im Auftrag des VW-Aufsichtsrats die Dieselaffäre aufklären soll.

Audi war kurz nach Bekanntwerden der Schummel-Vorwürfe gegen VW ebenfalls ins Visier der US-Ermittler geraten. Die Ingolstädter stehen im Verdacht, eine entscheidende Rolle beim Abgas-Schwindel gespielt haben. Audi hat zwar eingeräumt, eine unter US-Recht illegale Software zur Abgaskontrolle eingesetzt zu haben. Eine gezielte Täuschung stritt man bislang aber stets ab. Zu den neuen Details wollte sich ein Audi-Sprecher am Mittwoch nicht äußern.

Etwa 85.000 Dieselwagen aus dem VW-Konzern mit größeren 3,0-Liter-Motoren, die von Audi stammen, wurden in den USA mit verbotener Abgastechnik ausgestattet. Der Konzern ringt bei diesen Autos noch immer mit den Behörden um eine Lösung zur Beseitigung der Programme. Bei weiteren rund 480 000 kleineren Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren hat sich VW bereits mit dem US-Umweltamt EPA und Hunderten weiteren Zivilklägern auf Schadenersatz und einen Plan zum Rückruf oder Rückkauf der Fahrzeuge geeinigt.

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