Gähnende Leere, Resignation, Gleichgültigkeit

Dienstag, 22.11.2016 15:20 von

Durch den Streik des Eurowings-Bordpersonals fallen in Düsseldorf 50 von 88 Flügen aus. Für Empörung unter den Fluggästen sorgt das schon längst nicht mehr. Doch das Verständnis für die Streiks lässt nach.

Guido Duschanik lacht erleichtert, nimmt seine Frau in den Arm und sagt: „Wir sind total (Total Aktie) entspannt – unser Flug geht ja.“ Das Ehepaar fliegt in gut eineinhalb Stunden in den Urlaub nach Fuerteventura. Dass das Flugzeug wirklich vom Düsseldorfer Flughaben abhebt, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn Familie Duschanik will mit Eurowings in den Süden. Doch bei der Billigtochter der Lufthansa (Lufthansa Aktie) streikt an diesem Dienstag, den 22. November, das Bordpersonal. Ganztägig, von 5 bis 20 Uhr. In Düsseldorf fallen deshalb 50 von 88 Flügen aus.

Vor dem Flughafen stehen noch ein Dutzend Eurowings-Mitarbeiter – die meisten sind wegen der kühlen Temperaturen wieder nach Hause geschickt worden. An der Wand hängen Zettel mit der Aufschrift „Auf Wiedersehen Weihnachtsgeld! Tschüss Urlaubsgeld!“ oder „Schatz ich möchte Kinder! – Schatz das können wir uns nicht leisten. Ich arbeite bei Eurowings“. Der ein oder andere tippt im Takt von einem Bein auf das andere, aus dem mobilen Lautsprecher dröhnt das Lied „Lampenfieber“ von Gitta Haenning. Doch von Aufregung ist am Düsseldorfer Flughafen nichts zu sehen oder spüren.

Mehr oder minder gleichgültig ziehen die Fluggäste ihre Trollis am Verdi-Stand vorbei. „Heute früh haben wir aber viele positive Reaktionen bekommen. Einige, die im Auto vorbeigefahren sind, haben gehupt und den Daumen nach oben gezeigt“, sagt Anja Schlosser von Verdi. Außerdem berichtet sie von langen Schlangen am Eurowings-Schalter, wo verzweifelte Passagiere ihre Flüge umbuchen wollten – das sei aber gegen sieben Uhr morgens gewesen.

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