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Gabriel will sich nicht an Deutsche-Bank-Spekulationen beteiligen

Freitag, 07.10.2016 14:37 von

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat es abgelehnt, über Staatshilfen für die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) zu spekulieren. "Ich halte nichts von Spekulationen über Dinge, die nicht anstehen", sagte der Vizekanzler am Freitag in Berlin. "Aber dass wir ein Interesse daran haben, dass die Deutsche Bank wieder ein stabiles Kreditinstitut wird, das national und international erfolgreich ist, das ist doch völlig klar."

Gabriel sagte weiter: "Die Bundesregierung hat keine Risikoeinschätzung für die Deutsche Bank." Aber es sei offensichtlich, dass das Institut vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Geschäftsmodelle und einer Verurteilung in den USA natürlich "eine enorme Herausforderung" vor sich habe. "Und dass der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank angekündigt hat, Geschäftsmodelle der Deutschen Bank zu verändern, zeigt ja, dass die Deutsche Bank auf dieses Risiko reagieren will."

Zuvor hatte es weitere Spekulationen über eine Geldspritze für das angeschlagene Geldhaus gegeben. An einer möglichen Kapitalerhöhung könnten sich Berichten verschiedener Medien zufolge sowohl große US-Banken als auch andere Dax-Konzerne beteiligen. Eine Sprecherin des größten deutschen Geldhauses wollte diese Informationen aus Finanzkreisen am Freitag in Frankfurt nicht kommentieren./seb/DP/stb