Gabriel will investieren statt Steuern senken

Donnerstag, 20.10.2016 20:00 von

Die Digitalisierung verursacht gewaltige Umbrüche. Der Wirtschaftsminister will die Zinsersparnisse des Bundes durch die Niedrigzinsen in einen Zukunftsfonds einbringen. Und damit etwa den Breitbandausbau finanzieren.

Welche gesellschaftlichen und ökonomischen Umbrüche die Digitalisierung hervorruft, lernt Sigmar Gabriel (SPD) auch von seiner Tochter. Die wolle – anders als er selbst in seiner Jugendzeit – gar kein Auto besitzen, berichtet der Bundeswirtschaftsminister. Seine Tochter wolle Mobilität besitzen, und die hänge heute nicht mehr vom eigenen Pkw ab, sondern vom Internet.

Wie aber muss Deutschland sich für eine Zukunft rüsten, in der Plattformen wie Uber immer bedeutender werden und damit auch das Geschäft der traditionellen Autohersteller grundlegend ändern?

Antworten auf die Herausforderungen durch die Digitalisierung will die „Modernisierungsagenda für Deutschland“ geben, die der Wirtschaftsminister in Berlin mit 400 Mitgliedern des Handelsblatt Wirtschaftsclubs diskutierte. Die Veranstaltung war der Höhepunkt einer vierteiligen Reihe, bei der Mitglieder des Wirtschaftsclubs die Gelegenheit hatten, in kleinem Kreis mit hochrangigen Vertretern der Bundesregierung sowie Bert Rürup und Dirk Heilmann, dem Präsidenten und dem Managing Director des Handelsblatt Research Institutes (HRI), über die Herausforderungen, Chancen und Risiken der Digitalisierung zu diskutieren und gemeinsam eine Modernisierungsagenda für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft zu erarbeiten.

In den vier Workshops sei hart gearbeitet worden, sagte Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Bei der Eröffnung der Abschlusskonferenz mit Gabriel erinnerte Steingart an den Slogan, mit dem der frühere Kanzler Willy Brandt 1972 in den Bundestagswahlkampf zog: „Wer morgen Sicherheit haben will, muss heute für Reformen kämpfen.“

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