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Gabriel-Vorschlag erntet Kritik von allen Seiten

Montag, 24.10.2016 13:20 von

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seinen Parteifreund Frank-Walter Steinmeier als Gauck-Nachfolger ins Gespräch gebracht. Der Vorschlag stößt auf wenig Gegenliebe. Steinmeier selber reagiert zurückhaltend.

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet hat SPD-Chef Sigmar Gabriel dafür gerügt, dass er Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl ins Spiel gebracht hat. „Dass Herr Gabriel fast sonntäglich neue Bundespräsidenten vorschlägt, erst Frau Käßmann, jetzt Herr Steinmeier, halte ich nicht für sehr geschickt“, sagte Laschet vor dem Treffen der CDU-Spitzengremien am Montag in Berlin. „Er wäre gut beraten gewesen, wenn man Gespräche abgewartet hätte. (...) Ich fände es besser, zunächst innerhalb der Koalition Gespräche zu führen.“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat sich ebenfalls gegen Steinmeier als Kandidat gewehrt: „Er soll lieber seinen Job als Außenminister besser machen“, sagte Scheuer der „Bild am Sonntag“.

Bei den Sozialdemokraten gilt Außenminister Steinmeier als passender Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck. Der Bewerber müsse das Land repräsentieren und Antworten auf aktuelle Probleme haben. „Die SPD hat bereits einen Kandidaten, auf den all das zutrifft: Frank-Walter Steinmeier. Doch der findet bei der Union bisher keine Unterstützung“, sagte Gabriel.

Doch nicht nur der Koalitionspartner, sondern auch Linkspartei und Grüne sind verstimmt über den SPD-Vorstoß, Steinmeier als Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck in Stellung zu bringen. „Was Herrn Gabriel jetzt reitet, Herrn Steinmeier vorzuschlagen, weiß ich nicht“, sagte Grünen-Chefin Simone Peter am Montag in Berlin.

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