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Gabriel bekommt Unterstützung für China-Kritik

Samstag, 05.11.2016 13:40 von

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat auf seiner China-Reise die Hürden für deutsche Unternehmen in der Volksrepublik kritisiert. Nun bekommt er Unterstützung für seinen China-Kurs.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bekommt Unterstützung für seinen China-Kurs. „Ich glaube, dass wir dafür sorgen müssen, dass wir in dieser globalen Vernetzung in etwa nach gleichen Spielregeln spielen müssen. Da bin ich völlig gleicher Meinung, mit dem was Gabriel formuliert hat“, sagte Siegfried Russwurm, Technikvorstand bei Siemens (Siemens Aktie) und Vorsitzender des Lenkungskreises der deutschen Plattform Industrie 4.0 vor Journalisten. Die Plattform Industrie 4.0 ist ein Zusammenschluss von deutschen Unternehmen, die gemeinsam Standards für das industrielle Internet entwickeln. „Es ist an der Zeit, klarer zu machen, dass die Zeiten von China als Entwicklungsland vorbei sind“, forderte Russwurm.

Gabriel hatte auf seiner Delegationsreise nach China die Hürden für deutsche Unternehmen in der Volksrepublik kritisiert. Zuvor war bekannt geworden, dass es im Wirtschaftsministerium Überlegungen für einen schärferen Schutz heimischer Unternehmen vor der Übernahme durch ausländische Investoren gibt. Neue Regeln sollen es zum Beispiel ermöglichen, Übernahmen zu untersagen, wenn das übernehmende Unternehmen etwa nur dazu in der Lage ist, weil es staatliche Subventionen erhält.

Es gebe Fälle, so Russwurm, wo man sich überlegen müsse, „gibt es da Abhängigkeiten, gibt es da solche Zuspitzungen von industrieller Kompetenz, dass ein Eigentümerwechsel eines einzelnen Unternehmens riskant sein kann. Es kann solche Fälle geben, wo man sagt, hier ist die Zuspitzung einer technologischen Kompetenz auf ein oder zwei Unternehmen so, das einfach sicher gestellt werden muss, dass deren Technologie möglichst breit zur Verfügung steht.“

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