G20 wollen mit Aktionsplan Konjunktur ankurbeln

Montag, 05.09.2016 17:00 von

Die Weltwirtschaft erholt sich zu langsam. Der Brexit verschärft die Unsicherheiten noch. Auf ihrem Gipfel in China zeigen die wichtigsten Wirtschaftsnationen demonstrativ Zuversicht.

Mit einem Aktionsplan wollen die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) die kraftlose Weltkonjunktur ankurbeln. „Das Wachstum ist weiter schwächer als erstrebenswert“, hieß es am Montag in der Erklärung zum Abschluss des zweitägigen G20-Gipfels im ostchinesischen Hangzhou. Für negative Folgen des geplanten Ausstiegs der Briten aus der EU sieht sich die Gruppe gut gerüstet. Das Referendum trage aber „zur Unsicherheit in der globalen Wirtschaft“ bei, warnen die Staats- und Regierungschefs. Sie hoffen, dass Großbritannien in Zukunft „ein starker Partner der EU“ bleibt.

In ihrem Abschlusskommuniqué wollen die wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt ein Signal der Stabilität und der Zuversicht geben. Der Gastgeber, Chinas Präsident Xi Jinping, sprach von „breitem Konsens“ über die Antworten auf globale Herausforderungen. „Wir haben den Kurs für die Weltwirtschaft festgelegt.“ So zeigt sich die Gruppe in der Abschlusserklärung entschlossen, „alle politischen Werkzeuge - geld- und haushaltspolitisch sowie strukturell - einzusetzen“.

Ihre Einschätzung der Weltwirtschaft ist allerdings ernüchternd: „Die Abwärtsrisiken bestehen weiter durch potenzielle Sprunghaftigkeit der Finanzmärkte, Fluktuationen der Rohstoffpreise, Trägheit in Handel und Investitionen sowie langsames Wachstum von Produktivität und Beschäftigung in einigen Ländern“, heißt es im Kommuniqué. Flüchtlingskrise, Terrorismus, Konflikte und andere geopolitische Risiken erschwerten noch die Lage.

Die Konjunktur brauche Unterstützung. Doch Geldpolitik allein könne nicht zu ausgewogenem Wachstum führen, warnt die Gruppe. Strukturelle Reformen und haushaltspolitische Maßnahmen seien notwendig. Fiskale Flexibilität, Steuerpolitik und öffentliche Ausgaben müssten wachstumsfreundlicher werden. Die Verschuldung müsse gleichwohl „auf einem tragbaren Weg“ gehalten werden, mahnt die G20.

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