Für Uniper läuft der Countdown

Freitag, 02.09.2016 12:40 von

Das neue Energieunternehmen Uniper, in das Eon die notleidenden Kohle- und Gaskraftwerke abgespalten hat, wird vermutlich am 12. September sein Debüt an der Börse geben. Die große Sause in Frankfurt bleibt aber wohl aus.

Am 12. September bekommt der Deutsche Aktien-Index (Dax) Zuwachs: Für einen Tag wird der Index der wichtigsten deutschen Unternehmen aus 31 Werten bestehen. Dann will das neue Energieunternehmen Uniper sein Debüt an der Börse geben. Und weil Uniper eine Abspaltung des Dax-Konzerns Eon ist, wird die neue Aktie kurzzeitig aus technischen Gründen auch zum wichtigsten Börsenbarometer zählen. Am Abend ist der kurze Ruhm aber schon wieder vorbei: Uniper fällt aus dem Dax, rutscht in den regulierten Markt – und muss sich zudem auf kräftige Abschläge einrichten.

Für die Chefs von Uniper, Klaus Schäfer, und Eon, Johannes Teyssen, ist alleine der Börsengang aber schon ein Erfolg. „Der Spin-off von Uniper geht auf die Zielgerade“, freute sich Teyssen am Freitag. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) den Börsenzulassungsprospekt gebilligt.

Damit kommt die Aufspaltung, mit der Teyssen die Öffentlichkeit Ende 2014 überrascht hatte, zum Abschluss. Eon hat in Uniper das Geschäft mit der alten Energiewelt gebündelt, die konventionellen Kraftwerke, den Großhandel und die Gasproduktion. Eon selbst konzentriert sich inzwischen auf das Geschäft mit der Energiewende, also die erneuerbaren Energien, Vertrieb und Netze. Operativ hatte Uniper die Arbeit bereits zum Jahresanfang aufgenommen. Nachdem die Aktionäre von Eon Anfang Juni die Trennung auch formell bestätigt hat, kann Eon nun wie geplant die Mehrheit abgegeben.

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