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Fünf Jahre Draghi - eine Bilanz in Grafiken

Dienstag, 01.11.2016 09:00 von

Nach fünf Jahren Amtszeit wird Bilanz nun Bilanz gezogen: Wie hat sich Draghi geschlagen? Die größten Veränderungen während Draghis Amtszeit im Überblick.

Alles begann mit einem Paukenschlag. Von Beginn an kam kein Zweifel auf, dass mit Mario Draghi kein Zauderer an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) steht. Schon bei seinen ersten beiden Ratssitzungen senkte der Italiener den Leitzins jeweils um 0,25 Prozentpunkte.

Nachdem er im November 2011, bei seinem ersten Auftritt im Eurotower, noch charmant mit den Fotografen scherzte und über das alte Vorbild Bundesbank plauderte, war Draghi im Dezember schon voll im Euro-Retter-Modus und beglückte Europas Banken mit billigen Langfristkrediten.

Ähnlich wie am Anfang ließ der EZB-Chef während seiner gesamten bisherigen Amtszeit keine Zweifel daran aufkommen, nicht handlungsbereit zu sein. Eine Zeit lang schien als, als rette der mächtige Europäer den Euro im Alleingang. Schnell hatte er mit seiner ultra-expansiven Geldpolitik die deutschen Sparer gegen ihn aufgebracht, mittlerweile haben sich sogar die Banker gegen ihren einstigen Goldman-Sachs-Kollegen eingeschworen.

Trotzdem dürfte Draghis persönliche Bilanz nach exakt fünf Jahren Amtszeit nicht ganz schlecht ausfallen. Immerhin ist der Euro nicht zerbrochen und ein paar Indikatoren deuten sogar eine leichte Erholung an. Immerhin ist die Wirtschaft der Euro-Zone zwischen Juli und September erneut um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Dass er dafür quasi sämtliche ökonomischen Gepflogenheiten außer Kraft setzte, in dem er beispielsweise einen negativen Zins einführte, dürfte Draghi akzeptieren.

Unsere Übersicht zeigt die größten Veränderungen während Draghis bisheriger Amtszeit:

Zins

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