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Deutsche Chemie erwartet auch 2017 keine nennenswerte Dynamik

Frohe Botschaft für die Telekom

Montag, 12.09.2016 18:40 von

Die EU-Kommission will das Kartellverbot lockern, damit die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) und andere Ex-Monopolisten mehr in den Breitband-Ausbau investieren. Auf die Verbraucher könnten damit Preiserhöhungen zukommen.

Telefonzellen sind bei Ebay (eBay Aktie) schon heute leichter zu finden als auf der Straße. Demnächst werden sie womöglich zum reinen Sammlerobjekt. In Zeiten von Smartphone und Internet würden die Bürger keine öffentlichen Fernsprecher mehr brauchen, meint die EU-Kommission. Auch Telefonbücher seien verzichtbar. So steht es im neuen EU-Telekomrechtsrahmen, den EU-Digitalkommissar Günther Oettinger voraussichtlich am Mittwoch vorlegt.

Für die Deutsche Telekom ist das eine gute Nachricht: Telefonzellen und -bücher sind für den Ex-Monopolisten nur noch eine lästige und teure Pflicht. An einem anderen Element des neuen Telekomrechts ist das Bonner Unternehmen aber noch viel mehr interessiert: Oettinger will die Konzerne beim Ausbau des Glasfaser-Netzes mit Investitionsanreizen unterstützen und dafür das Kartellverbot lockern. Die Telekom-Marktführer sollen das Recht bekommen, sich unter bestimmten Bedingungen beim Netzausbau zusammenzuschließen und Wettbewerber aus neuen Leitungen auszusperren. Das geht aus Arbeitsdokumenten der EU-Kommission hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.

Der Wettbewerb im Telekom-Bereich würde damit eingeschränkt, und dies könnte Preissteigerungen für die Endkunden zur Folge haben. Das Risiko nimmt die EU-Kommission in Kauf. Nur so könne man es schaffen, dünn besiedelte, abgelegene Regionen in Europa mit schnellem Internet zu versorgen, meint die EU-Behörde. Bis 2025 müssten alle Haushalte zum Internet mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 Megabit Zugang bekommen. Auch der Mobilfunk müsse schneller werden: Bis 2025 sollten alle Ballungsgebiete und großen Transportwege mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G ausgerüstet werden.

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