Frist für außergerichtliche Einigung verstrichen

Freitag, 02.09.2016 11:20 von

Die Verhandlungen über einen außergerichtlichen Vergleich im Schadenersatz-Prozess von Madeleine Schickedanz sind ergebnislos geblieben. Dennoch soll weiter an einer außergerichtlichen Lösung gearbeitet werden.

Die Verhandlungen über einen außergerichtlichen Vergleich parallel zum milliardenschweren Schadenersatz-Prozess von Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz sind ergebnislos geblieben. Ein Sprecher des Kölner Landgerichts sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, die „Mitteilungsfrist für eine Einigung“ am 1. September sei „fruchtlos verstrichen“.

Von Seiten der Streitparteien seien bei der Kammer keine Schriftsätze eingegangen. Das Gericht halte daher nach derzeitigem Stand am 27. September als Verkündigungstermin fest. Nach Informationen des Handelsblatt heißt es jedoch aus Kreisen, dass die Frist zwar verstrichen sei, aber weiter an einer außergerichtlichen Lösung gearbeitet werde. Wenn es bis zum 27. nicht klappe, entscheide halt das Gericht.

Schickedanz kann sich nur noch wenig Hoffnung auf einen milliardenschweren Schadenersatz nach der Pleite des Handelskonzerns Arcandor machen. In wichtigen Klageteilen hege das Gericht Zweifel an der Darstellung der Klägerin Schickedanz, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Singbartl im Juni: „Es bleiben Restzweifel.“ Das Gericht sei nicht überzeugt, dass Schickedanz für die Geschäfte nicht selbst haften müsse. Es gebe nur ein „Sonderthema“ mit Immobilienfonds, das aber nur rund fünf Prozent des Streitwerts ausmache.

Schickedanz hat unter anderem ihre ehemalige Hausbank Sal. Oppenheim und ihren Ex-Berater Josef Esch vor dem Kölner Landgericht auf insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro verklagt. Singbartl hatte im Verlauf des jahrelangen Rechtsstreits bereits deutlich gemacht, er halte das Vorgehen der Klägerin für „schwerlich plausibel“. Das mittlerweile zur Deutschen Bank gehörende Bankhaus Sal. Oppenheim sah sich damit bestätigt.

Schickedanz sieht sich hintergangen

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