Top-Thema

Frisches Kapital von Großaktionär Fosun

Donnerstag, 10.11.2016 12:00 von

Tom-Taylor-Chef Heiko Schäfer verabschiedet sich vom Expansionskurs seines Vorgängers und baut bei der Modefirma kräftig um. Ein Teil der Sanierungskosten soll vom chinesischen Großaktionär Fosun kommen.

Interims-Chef Heiko Schäfer will bei der Modefirma Tom Tailor aufräumen und nimmt dafür einen hohen Verlust in Kauf. Einen Teil der Sanierungskosten will sich Schäfer über eine Kapitalerhöhung von Großaktionär Fosun besorgen, wie Tom Tailor am Donnerstag mitteilte.

Damit würde der chinesische Investor die 30-Prozentschwelle bei Tom Tailor reißen, was eigentlich ein Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre nach sich ziehen würde. Fosun wolle sich aber bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von dieser Verpflichtung befreien lassen, erklärte Tom Tailor. Der Großaktionär aus China hält aktuell 29,47 Prozent an der Modekette mit den Marken Tom Tailor und Bonita.

Schäfer rechnet aufgrund der Kosten von rund 75 Millionen Euro für die Sanierung der Firma 2016 mit einem „deutlich negativen Periodenergebnis“. Für den Umsatz prognostizierte er zwar unverändert einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich, kassierte aber das Ziel für den operativen Gewinn (Ebitda) ein. Dieser werde nur noch zehn bis 20 Millionen Euro erreichen statt wie ursprünglich geplant 76 Millionen Euro wie im Vorjahr.

Interims-Chef Schäfer hatte sich bereits vier Wochen nach seinem Amtsantritt von dem Expansionskurs seines Vorgängers verabschiedet. Er kündigte die Schließung Hunderter Geschäfte und den Rückzug aus unprofitablen Auslandsmärkten an. „Für uns steht nicht der Umsatz, sondern die Profitabilität im Vordergrund“, hatte er im Reuters-Interview gesagt. Die Einsparungen sollen den finanziellen Spielraum schaffen, um in die Kernmarken Tom Tailor und Bonita sowie in die Beschleunigung der Digitalisierung zu investieren

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.