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Freiburg Linksverteidiger löst offensiven Knoten

Dienstag, 14.02.2017 17:28 von

Am ehesten in Erinnerung blieb der überlegte Pass des Linksverteidigers auf Grifo vor dessen Führungstreffer, der ihm als Assist gutgeschrieben wurde. Aber auch vor dem entscheidenden 2:1 hatte Günter seine Füße im Spiel. Einen beherzten Antritt des 23-Jährigen konnten die Kölner, wie auch schon in einigen Sequenzen davor, diesmal in Person von Jonas Hector und Christian Clemens, nur mit einem Foul stoppen. Diesen Freistoß brachte Grifo nach mehreren harmlosen gefährlich Richtung Tor, FC-Keeper Thomas Kessler ließ abklatschen, Philipp war zur Stelle.

Der Aufwand, den Günter betreibt, ist immer hoch. Oft genug fehlt dem Linksfüßer aber das entscheidende Quäntchen bei seinen Vorstößen. "Diesmal ist er belohnt worden. Mit viel Energie, mit guten Aktionen hat er das Spiel mit zum Kippen gebracht. Das war total wichtig. Sie mussten ihn jedes Mal foulen, sonst wäre er weitergekommen", lobt Trainer Christian Streich. "Ich freue mich wahnsinnig für den Christian. Er hat's verdient. Er ist eben so ein Typ, er hört nie auf."

Streich: "Weil er alles probiert, ist er Bundesliga-Spieler geworden"

Aber nur durch diese Einstellung habe es der ehemalige Freiburger Fußballschüler (seit 2007 beim SC) zum Profi geschafft. "Weil er alles probiert, ist er Bundesliga-Spieler geworden. Das hätte nie jemand erwartet, als er 17 war, wenn man ehrlich ist", erzählt Streich.

Inzwischen ist Günter mit 89 Bundesligaeinsätzen (ein Tor) und 31 Partien (kein Treffer) im Unterhaus längst etabliert. In der aktuellen Saison fehlte er nur einmal rotgesperrt, lieferte meist verlässliche, durchschnittliche Leistungen ab. Sein kicker-Notenschnitt von 3,76 liest sich auch deshalb nicht so rosig, weil ihm nach vorne die Effektivität bislang abging. Im Winter hat er sich fest vorgenommen, in puncto Beteiligungen am Angriffsspiel besser zu werden. Nun schaffte er die zweite Vorlage im 19. Einsatz. Wenn man sich weitere gefährliche Läufe und Flanken anschaut, scheint der offensive Knoten gelöst.

Streich war aber schon vorher zufrieden: "Er spielt eine stabile Saison, mir gefällt das, was er abliefert." Vor etwa zwei Jahren habe Günter eine Schwächephase gehabt, weil er in zwei aufeinanderfolgenden Sommerpausen durch die Junioren-Nationalmannschaft nicht pausieren konnte, erläutert Streich: "Mit seinem Spiel und seinem Aufwand geht das nicht. Jetzt hatte er ein paar Wochen Ruhe im Sommer und steht wieder ganz anders da. Das war der entscheidende Punkt, dass er erkannt hat, ich brauche jetzt eine Pause." Ein Grund also, warum Günter 2016 nur auf der deutschen Olympia-Nachrücker-Liste stand, anstatt mit dem Team von Horst Hrubesch in Rio anzutreten.