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Freenet greift Kabelanbieter beim Fernsehen an

Freitag, 30.09.2016 09:20 von

Besser und billiger als die Konkurrenz von Telekom und Kabelanbietern soll es sein: Freenet (Freenet Aktie) startet ein eigenes TV-Angebot mit mehr als 50 Kanälen. Der größte Wettbewerbsvorteil des Konzerns liegt dabei unter der Erde.

Es sind 12.000 Kilometer Glasfaser in ganz Deutschland, die Christoph Vilanek zuversichtlich stimmen. Auf dieses umfangreiche Netz hat der Freenet-Chef Zugriff, wenn er von diesem Freitag an mehr als 50 TV-Sender in die Haushalte hierzulande überträgt. Schalten die Leute abends den Fernseher ein und schauen das Programm übers Internet, dann ruckelt es nicht selten auf dem Bildschirm: Die Internet-Knoten sind überlastet. Durch die eigenen Leitungen verspricht Vilanek seinen Kunden hingegen ungestörten TV-Genuss.

Besser und billiger als die Konkurrenz von Telekom und Kabelkonzernen soll das neue Fernsehangebot sein, das Freenet an diesem Freitag startete. Ob „Waipu.tv“, so nennt sich das Vorhaben, wirklich eine höhere Qualität liefert, wird die Praxis zeigen. Preislich allerdings ist Freenet mit einem Einstiegstarif von fünf Euro im Monat auf jeden Fall aggressiv unterwegs.

Bei Vodafone, Deutscher Telekom oder Unitymedia müssen die Kunden zum Teil wesentlich mehr hinlegen. Gleichzeitig fordert die Konkurrenz meist Zweijahres-Verträge, „Waipu.tv“ ist hingegen monatlich kündbar. Ähnlich flexibel sind lediglich zwei andere, junge Angreifer: Zattoo oder Magine.

Mit „Waipu.tv“ will Freenet ein ganz neues Geschäftsfeld erobern, das Internet-TV. „Mittel- und langfristig wollen wir da so groß werden wie die Telekom“, sagte Vilanek dem Handelsblatt. Die Bonner zählen gut zweieinhalb Millionen Kunden bei Entertain, ihrem Online-Fernsehen.

Freenet ist mit dem Vertrieb von Mobilfunkverträgen groß geworden. Inzwischen gehört auch die Elektronik-Kette Gravis dazu. Im ersten Halbjahr erzielte die börsennotierte Firma einen Umsatz von knapp 1,6 Milliarden Euro, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn fiel um neun Prozent auf 101 Millionen Euro.

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