"Frauen müssen nicht gefördert werden"

Freitag, 14.10.2016 13:40 von

IBM-Chefin Martina Koederitz ist Pragmatikerin. Deshalb hat sie zum Thema Frauenförderung auch eine eigene Meinung.

„Ich bin es leid.“ Mit diesen Worten beginnt Martina Koederitz ihren Vortrag auf dem zweiten Ada-Lovelace-Festival, das sich für mehr Diversität in der Tech-Branche einsetzt. Seit 30 Jahren werde sie gefragt, warum es so wenige Frauen in der Informatik gibt. Ihre Antwort: „Warum lassen wir uns das überhaupt noch fragen?“ Frauen sind doch super, so wie sie sind. Wer sich ändern muss, das sind die Männer, die immer noch nicht den Nutzen gemischter Teams verstanden haben.Martina Koederitz arbeitet seit 1987 bei IBM (IBM Aktie). Im Laufe ihrer Karriere war sie häufiger die einzige Frau. Sie startete als Systemberaterin, nach mehreren anderen Stationen im Vertrieb wurde sie 1998 zur Sales Managerin im Finanzdienstleistungssektor ernannt. Seit Mai 2011 steht sie an der Spitze des IT-Konzerns in Deutschland, seit April 2013 verantwortet die Betriebswirtin auch noch Österreich und die Schweiz.Möglich war das alles auch, weil IBM schon immer etwas mehr Vielfalt gelebt hat als andere Unternehmen. Schon 1934 beschloss IBM-Gründer Thomas Watson gleiches Geld für alle, egal ob Mann oder Frau. 1943 bekam das Unternehmen die erste farbige Vizepräsidentin. Und seit 2012 steht mit Virginia Rometty eine Frau an der Spitze des gesamten Unternehmens. Das „Manager Magazin“ nahm die Personalie damals als Beweis, dass die gesamte Tech-Branche in ein neues Zeitalter eintritt: Es beginnt die Zeitrechnung, in der Frauen die Macht übernehmen.Das war wohl etwas zu optimistisch. Martina Koederitz ist jedoch davon überzeugt, dass die nahe Zukunft das Problem lösen wird. Und zwar nicht aufgrund von Quoten oder Gutmenschentum, sondern weil es schlichtweg nicht anders geht. „Teams müssen vielfältig sein“, sagt sie. Und zwar aus rein wirtschaftlichen Gründen.

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