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Fondsgesellschaften sammeln im September 7 Milliarden Euro ein

Freitag, 25.11.2016 09:24 von

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Fondsgesellschaften sammelten im September netto sieben Milliarden Euro neue Mittel ein. Die Zuflüsse summieren sich seit Jahresbeginn auf 70,2 Milliarden Euro. Die Fondsbranche verwaltete Ende September ein Gesamtvermögen von 2,8 Billionen Euro. Davon entfallen 1,5 Billionen Euro auf Spezialfonds, 899 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 417 Milliarden Euro auf freie Mandate, wie der deutsche Branchenverband BVI in einer Pressemeldung mitteilt.

Spezialfonds seien bis Ende September netto 65,6 Milliarden Euro neue Gelder zugeflossen. Das sei das zweithöchste Neugeschäft in den ersten neun Monaten eines Jahres. Nur im Rekordjahr 2015 seien die Zuflüsse bis Ende September mit 88 Milliarden Euro höher gewesen. Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke und Pensionskassen lägen beim Neugeschäft 2016 mit 24,7 Milliarden Euro noch vor den Versicherungsgesellschaften mit 17,3 Milliarden Euro. Gemessen am Fondsvermögen sei ihr Anteil in den letzten fünf Jahren von 17 Prozent auf 21 Prozent gestiegen. Die meisten Assets hätten die Fondsgesellschaften mit 566 Milliarden Euro weiterhin für Versicherungsgesellschaften verwaltet. Das entspreche 38 Prozent des Spezialfondsvermögens, heißt es weiter.

„Bei den Publikumsfonds führen Mischfonds die Absatzliste an. Seit Jahresbeginn flossen ihnen netto 7,1 Milliarden Euro zu. Dazu steuerten rentenbetonte Mischfonds mit 3,8 Milliarden Euro über die Hälfte der neuen Gelder bei. Im Vorjahr standen hingegen Mischfonds im Mittelpunkt, die mindestens ein Drittel in Aktien investieren. Mischfonds verwalteten Ende September ein Vermögen von 221 Milliarden Euro. Damit sind sie gemessen am Vermögen die zweitgrößte Gruppe nach Aktienfonds, die 323 Milliarden Euro verwalten. Aktienfonds verzeichneten im laufenden Jahr netto 1,3 Milliarden Euro Abflüsse. Allein aus Aktien-ETFs flossen 4,3 Milliarden Euro. Rentenfonds sammelten 1,7 Milliarden Euro ein“, so der BVI.

Die Anleger hätten insbesondere Fonds mit Unternehmensanleihen und mit Anleihen aus Schwellenländern gekauft. Rentenfonds verwalteten 200 Milliarden Euro. Offenen Immobilienfonds seien netto 4,6 Milliarden Euro zugeflossen. Darin seien Substanzauszahlungen im Wert von 1,3 Milliarden Euro als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen hätten. Faktisch hätten die Fonds bis Ende September 5,9 Milliarden Euro eingesammelt. Offene Immobilienfonds hätten ein Vermögen von 88 Milliarden Euro verwaltet, heißt es weiter.

„Büroimmobilien sind weiterhin die größte Nutzungsart der Liegenschaften offener Immobilien-Publikumsfonds. Allerdings sank ihr Anteil an den Netto-Soll-Mieterträgen in den letzten fünf Jahren von 62 Prozent auf 59 Prozent. Einen Anstieg verzeichneten hingegen Handel und Gastronomie sowie Hotels. Ihr Anteil wuchs von 21 Prozent auf 24 Prozent bzw. von vier Prozent auf sechs Prozent“, so der BVI.