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Fondsgesellschaft Aberdeen steigt aus Rennen um Unicredit-Tochter Pioneer aus

Montag, 21.11.2016 09:54 von

MAILAND/LONDON (dpa-AFX) - Die britische Fondsgesellschaft Aberdeen zieht sich aus dem Übernahmekampf um die Unicredit-Fondstochter Pioneer (Pioneer Aktie) zurück. Der zu erwartende Preis von 3,5 Milliarden Euro sei schlicht zu hoch, sagte Aberdeen-Chef Martin Gilbert der Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag in Dubai. Das Unternehmen habe zwar die zweite Bieterrunde für die Tochter der italienischen Großbank überstanden, sich daraufhin aber zurückgezogen. "Diese Summe können wir uns einfach nicht leisten", sagte Gilbert.

Laut einem früheren Bericht der italienischen Zeitung "Il Messaggero" hatte sich die Londoner Fondsgesellschaft für die geplante Übernahme mit einem Konsortium um die italienische Post verbündet. Unter den weiteren Bietern befinden sich Insidern zufolge der französische Vermögensverwalter Amundi, der mehrheitlich zur Großbank Credit Agricole (Credit Agricole Aktie) gehört, die australische Bank Macquarie und das US-Unternehmen Ameriprise Financial (Ameriprise Financial Aktie).

Die italienische Unicredit will mit dem Verkauf von Pioneer ihre Finanzlage verbessern. Insidern zufolge will die Bank durch den Verkauf neuer Aktien und die Umwandlung von nachrangigen Anleihen 13 Milliarden Euro neues Eigenkapital zusammenbekommen./stw/enl/she