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Flugzeugbranche: Trump sorgt für viel Unruhe! (Boeing, Airbus, United Technologies, AviChina, Lockheed Martin, General Dynamics, BAE Systems, Bombardier)

Mittwoch, 15.02.2017 10:46

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

der neue US-Präsident Donald Trump löst mit seinen berühmt-berüchtigten Tweets teilweise Verwerfungen aus, die eine gesamte Industriebranche ins Trudeln bringen können. So zuletzt geschehen im Fall Boeing. Trump mag die Tragweite seiner Aussage gar nicht bewusst gewesen sein. Doch der amerikanische Flugzeughersteller hat daran weitaus mehr zu knabbern als an dem kurzfristig abstürzenden Kurs. Und der Strudel wird vermutlich den gesamten Industriezweig erfassen.

Worum geht es?

Ursprünglich wollte Trump nur die Kosten für die neue Präsidentenmaschine Air Force One senken. Doch in der Vorstandsetage von Boeing zittert man in Wahrheit vor den Dekreten, die der neue Präsident in den ersten Tagen seit Amtsantritt erließ. Denn die absehbare Abschottungspolitik der USA dürfte das Unternehmen vor gewaltige Probleme stellen. Man muss dazu wissen: Der Konzern mit einem Jahresumsatz von 100 Mrd. Dollar hat sich in den vergangenen Jahren ganz und gar dem globalen Markt verschrieben.

Eventuelle Importbeschränkungen und Importzölle würden den Flugzeugbauer auf dem völlig falschen Fuß erwischen. Das Topmodell Dreamliner 737 besteht zum Beispiel zu mehr als 60 % aus importierten Bauteilen. Bei anderen Maschinen sieht die Quote nicht viel besser aus. Dahinter steckt eigentlich eine sinnvolle Firmenpolitik. Boeing wollte sein eigenes Risiko senken, aufgrund von verspäteten Lieferungen Konditionalstrafen zahlen zu müssen. Man nahm die Zulieferer mit in die Pflicht und verlangte von ihnen, dass sie Entwicklung und Forschung vorfinanzierten. Dafür erhielten sie im Gegenzug eine Gewinnbeteiligung. Die amerikanischen Zulieferer konnten sich nicht mit dem Modell anfreunden. Stattdessen beteiligten sich Firmen aus Europa und Asien.

Jetzt finde mal auf die Schnelle Ersatz für diese Unternehmen. Das ist in der Flugbaubranche nicht so einfach. Diese Firmen benötigen eine Zulassung der US-amerikanischen Behörden und müssen zahllose Qualitätskontrollen von Boeing über sich ergehen lassen. Danach muss jeder beteiligte Mitarbeiter ein jahrelanges Trainingsprogramm absolvieren und Sicherheitsprüfungen durchlaufen. Selbst wenn sich Boeing lieb Kind beim neuen US-Präsidenten machen will: Trump ist vermutlich nicht mehr im Amt, bis die notwendigen Arbeitskräfte in den USA verfügbar sind.

Airbus ein möglicher Profiteur?

Zudem will die neue US-Regierung die Exportförderbank Exlm kalt stellen. Für Boeing ist dies ganz ungünstig. Denn viele Kunden des Flugzeugherstellers nutzen diese Kredite, um ihre Zinsausgaben und ihren Kapitalbedarf bei der Vorfinanzierung zu senken. Dazu gehören neben der Billigairline Norwegian auch die IAG und die Lufthansa. Der Kauf neuer Flotten wird also erschwert. Mag sein, dass die großen Gesellschaften die Anschaffungen auch aus ihrem Cashflow bestreiten können. Kann aber auch sein, dass sie in Zukunft weitaus weniger Flugzeuge bei Boeing bestellen werden.

Doch Trumps Gebaren vergrätzt darüber hinaus die enorm wichtigen Airlines der Golfstaaten. Einreisebann gegen muslimische Staaten? Kommt dort gar nicht gut an. Diese Kunden bestellen aber im Normalfall neue Flotten gleich im Dutzend. Die staatlich kontrollierten Fluggesellschaften könnten laufende Bestellungen entweder stornieren oder ihrerseits mit Strafzöllen belegen. Infolgedessen hätte Boeing keinerlei Chancen mehr gegen den Erzrivalen Airbus.

Das klingt wie eine Steilvorlage für den deutsch-französischen Konzern. Doch auch hier will wie bei den betroffenen Zulieferfirmen keine Freude über den neuen US-Präsidenten aufkommen. Denn auch sie würden unter dem Dominoeffekt leiden, den Strafzölle in den USA weltweit auslösen würden.

Zudem verfügt Airbus überhaupt nicht über die Kapazitäten, um weitere Kundenanfragen zu befriedigen. Das Unternehmen hinkt jetzt schon mit seinen Lieferungen hinterher. Wollte man sich neuen Marktgegebenheiten anpassen, müsste man die Produktionskapazität ausbauen. Das würde Milliarden verschlingen. Aber wer garantiert Airbus, dass Trump in vier Jahren noch Präsident der USA ist?

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