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Fiat rüstet Autos mit Software-Update nach

Mittwoch, 15.02.2017 13:50 von

Der italienische Autobauer Fiat muss mehrere Modelle mit Software-Updates nachrüsten, so dass das Abschalten der Abgasreinigung nach 22 Minuten ausbleibt. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Regierungskreisen.

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat seit Sommer vergangenen Jahres immer wieder darauf gedrängt, Fiat müsse das Abschalten der Abgasreinigung nach 22 Minuten unterbinden, weil es sich um einen unerlaubten technischen Eingriff in die Motosteuerung handele. Da die Fahrzeuge aber in Italien zugelassen wurden, fehlte der zuständigen Behörde, dem Kraftfahrtbundesamt (KBA), die Durchgriffsmöglichkeit.

Der Fall Fiat drohte das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien in der Verkehrspolitik nachhaltig zu belasten. Denn das italienische Verkehrsministerium wollte kein Fehlverhalten bei Fiat erkennen. Deutschland und Italien haben sich nach Informationen der WirtschaftsWoche nun auf einen Kompromiss geeinigt. Fiat rüstet die betroffenen Automodelle nach, gleichzeitig bleibt Italien offiziell der Ansicht, dass die Abschaltung der Abgasreinigung nach 22 Minuten wie etwa beim Fiat 500 mit den gesetzlichen Bestimmungen des Motorenschutzes vereinbar sei.

Der Deal zwischen beiden Ländern kam offenbar auf Druck von Brüssel zustande. Auf Bitten des BMVI hatte die EU-Kommission zwischen Deutschland und Italien vermittelt. In einem Schreiben an die EU-Kommission unter dem Betreff „Unregelmäßigkeiten in der Abgasnachbehandlung an Fahrzeugen des Herstellers Fiat-Chrysler-Automobiles (FCA)“ hatte das BMVI bereits im August 2016 geschrieben, dass der „Nachweis des Einsatzes einer unzulässigen Abschalteinrichtung erbracht“ sei.  

Die Ergebnisse der Untersuchungen hätten gezeigt, dass bei allen überprüften Fahrzeugen wie dem Fiat 500X, dem Lastenwagen Fiat Doblo und dem Geländewagen Jeep Renegade „ein qualitativ ähnliches Verhalten im Anstieg von NOx-Emissionen (…) vorliegt.“ Die Stickoxid-Werte stiegen „stark auf das 9 bis 15-fache des Grenzwerts“, heißt es weiter.

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