Facebook unter Dauerfeuer

Donnerstag, 29.09.2016 13:20 von

Die Kritik am Geschäftsgebaren von Facebook (Facebook Aktie) nimmt an Schärfe zu. Der geplante Datentausch mit der Konzerntochter WhatsApp sorgt für Ärger. Und auch bei Thema Hass-Postings wächst der Druck auf das soziale Netzwerk.

Die öffentlichen Debatte um Facebook in Deutschland dreht sich meist nur um zwei Themen: die ausländerfeindlichen Kommentare in dem Netzwerk und den ewigen Zankapfel Datenschutz. Politiker stören sich daran, wie Facebook mit sogenannten Hass-Kommentaren umgeht, obwohl der Konzern längst Besserung gelobt und ein größeres Team in Deutschland mit der Löschung solcher Postings beauftragt hat. Und Datenschützer werfen dem US-Konzern seit langem Verstöße gegen die Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre vor.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sind die Probleme durchaus bewusst. Einen Besuch in Berlin Anfang des Jahres versuchte er deshalb auch dafür zu nutzen, das Image seines sozialen Netzwerks aufzupolieren. Allerdings musste er sich damals erst einmal anhören, wie viel Wert die Bundesregierung darauf legt, dass Facebook härter gegen hasserfüllte Kommentare in dem Netzwerk vorgeht. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) wies Zuckerberg darauf hin, dass Facebook aufgrund seiner besonderen Größe und Bedeutung eine enorme Verantwortung für die Inhalte habe, die über das Netz transportiert werden. Illegale Inhalte müssten beseitigt werden, forderte Altmaier.Zuckerberg räumte damals selbstkritisch ein, dass sein Konzern im Umgang mit Hass-Postings keinen ausreichend guten Job gemacht habe. Und er versicherte: „Für Hassrede gibt es keinen Platz bei Facebook und in unserer Community.“ Doch obwohl Facebook einen Dienstleister in Deutschland damit beauftragt hat, sich intensiver um die Botschaften zu kümmern, die nach dem deutschen Recht und der Community-Richtlinie von Facebook selbst eigentlich gelöscht werden müssten, geht es bei dem Thema nur im Schneckentempo voran.

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