Eurowings-Chef will von Bord gehen

Dienstag, 15.11.2016 14:20 von

Karl Ulrich Garnadt ist im Vorstand von Europas größter Airline Lufthansa (Lufthansa Aktie) für die Billigtochter Eurowings zuständig. 2017 legt er sein Amt nieder. Grund dafür ist die für den Konzern übliche Altersgrenze.

Lufthansa muss sich im Vorstand einen neuen Spezialisten für die neue Billigplattform Eurowings suchen. Karl Ulrich Garnadt, seit Anfang des Jahres im Top-Management des Konzerns für Eurowings zuständig, will im kommenden Jahr sein Amt aufgeben. Das hat der Manager nach Informationen des Handelsblatt am Dienstag auf einer Management-Tagung der Lufthansa-Tochter bekanntgegeben.

Garnadt habe zur Begründung seiner Entscheidung auf die bei Lufthansa geltende Regel verwiesen, wonach Vorstände mit 60 Jahren ausscheiden, berichten Insider. Garnadt wird am 19. Januar kommenden Jahres 60 Jahre alt. Wann genau er sein Amt niederlegen wird, steht wohl noch nicht fest. Auch sein Nachfolger ist noch nicht bestimmt. Darüber muss der Aufsichtsrat auf eine seiner nächsten Sitzungen entscheiden.

Begleiter von Garnadt berichten, dass dieser seine Entscheidung nicht aus Gründen der Amtsmüdigkeit getroffen habe. „Er ist nach wie vor hochmotiviert, aber eine Verlängerung seines Vertrages über die Altersgrenze hinaus war für ihn selbst nie ein Thema“, berichtet eine Führungskraft von Lufthansa. Zuletzt waren im Sommer Spekulationen aufgetaucht, der Vertrag von Garnadt werde vielleicht noch einmal verlängert.

Abgeschlossen ist Garnadts Job bei Eurowings mit seinem Ausscheiden kaum. Immer noch ruckelt es im Betrieb der neuen Billig-Plattform von Lufthansa. Und im kommenden Jahr stehen zwei Mammutprojekte auf der Liste des Managements. Zum einen will Eurowings 40 Flugzeuge samt Crews von Air Berlin (Air Berlin Aktie) anmieten. Die Verhandlungen laufen derzeit noch. Zum anderen soll die Lufthansa-Beteiligung Brussels Airlines nach ihrer vor einigen Wochen beschlossenen Komplettübernahme in Eurowings integriert werden. Auch auf Garnadts Nachfolger wartet also noch viel Arbeit. 

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