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Europäische Unternehmer: USA müssen beim Klimaschutz an Bord bleiben

Freitag, 18.11.2016 05:20 von

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der europäische Unternehmerverband warnt vor einer Abkehr der USA vom Pariser Weltklimaabkommen, will die Ziele des Vertrags aber in jedem Fall weiter mittragen. "Die klare Erwartungshaltung ist, dass sich alle an ihre Verpflichtungen halten", sagte der Generaldirektor von Business Europe, Markus Beyrer, der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Wenn sie das nicht tun sollten, wäre das ein heftiger Rückschlag. Europa wird nicht die CO2-Reduktionspflichten der USA und Chinas mit übernehmen."

Hintergrund ist die Ankündigung des Republikaners Donald Trump vor seiner Wahl zum US-Präsidenten, das Pariser Abkommen aufzukündigen. Darin hatten die USA, die EU und fast 200 weitere Länder vereinbart, mit mehr Klimaschutz den globalen Temperaturanstieg auf deutlich weniger als zwei Grad zu begrenzen. Bei der Weltklimakonferenz in Marrakesch, die am Freitag zu Ende geht, wurde jetzt über die Umsetzung verhandelt.

Für europäische Firmen könnte es kurzfristig Nachteile bedeuten, wenn nur sie Geld in umweltfreundliche und energiesparende Technik stecken müssten. Langfristig würden sich die Investitionen aber auszahlen.

Beyrer bekannte sich zum Pariser Abkommen: "Wir stehen zu dem Ziel, das wir vereinbart haben. Ich glaube, dass die Transformation nötig ist." Doch könne Europa es nicht wettmachen, wenn die USA, China oder Indien als größte Verursacher von Klimagasen ihre Zusagen nicht einhielten./vsr/DP/zb