Euro fällt auf tiefsten Stand seit Dezember 2015

Donnerstag, 24.11.2016 04:00 von

Der Euro ist auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015 gefallen. Grund sind überraschend gute US-Konjunkturdaten, womit die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Fed steigt. Davon profitierte der US-Dollar.

Der Euro hat am Mittwoch nachgegeben und ist auf einen Tiefstand seit Dezember 2015 gefallen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA gaben dem US-Dollar Auftrieb und schwächten im Gegenzug den Euro. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0526 Dollar (Dollarkurs) und kostete damit knapp einen Cent weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0602 (Dienstag: 1,0617) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9432 (0,9419) Euro.

Überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA haben die Erwartung einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Fed weiter gestärkt und dem Dollar auf breiter Front Auftrieb gegeben. Die Neuaufträge für langlebige Güter haben laut dem US-Handelsministerium im Oktober überraschend stark um knapp fünf Prozent zugelegt. Es bestehe Hoffnung, dass die Investitionstätigkeit im vierten Quartal zunehme, kommentierte Viola Julien, Expertin bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Am Abend veröffentlichte die US-Notenbank ihre Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung. Experten gingeb von Hinweisen auf die für Mitte Dezember erwartete Zinsanhebung aus. An den Finanzmärkten gilt der Schritt bereits als vollständig eingepreist. Es wäre erst die zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise.

Experten der Deutschen Bank rechnen im Laufe des kommenden Jahres mit einer möglichen Schwächung des Euro unter Parität zum US-Dollar. „Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Europa und Amerika wird im Jahresverlauf zu Kapitalflüssen Richtung USA führen“, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden, am Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung des Kapitalmarktausblicks 2017. Bis Ende kommenden Jahres könne der Euro bis auf 0,95 Dollar sinken.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.