EU-Bankchef Hoyer: Ganze EU muss von Investitionsfonds profitieren

Mittwoch, 14.09.2016 13:36 von

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die milliardenschwere EU-Investitionsinitiative muss nach Ansicht des Chefs der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, künftig der gesamten EU zu Gute kommen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir alle Mitgliedstaaten erreichen", sagte Hoyer am Mittwoch.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte zuvor vorgeschlagen, den sogenannten "Europäischen Fonds für strategische Investitionen" (EFSI) verlängern und ausweiten zu wollen. Bislang sollte der mit 21 Milliarden Euro an Garantien ausgestattete Fonds Investitionen von 315 Milliarden Euro binnen drei Jahren anschieben. Nun sollen es 630 Milliarden Euro in sechs Jahren werden. Gefördert werden unter anderem Verkehrs-, Energie- und Infrastrukturprojekte.

In Malta und Zypern gibt es bislang keine über EFSI geförderten Projekte. Länder, die noch unter den Folgen der Finanzkrise leiden, wie etwa Spanien, Portugal und Griechenland, profitierten bislang ebenfalls vergleichsweise wenig von dem Fonds.

Der Fonds habe bisher insgesamt gut funktioniert, sagte EIB-Chef Hoyer weiter. Um dies weiter zu gewährleisten, solle es künftig auch externe Überprüfungen geben. Nach Angaben der EU-Kommission sind über EFSI bereits Projekte für 116 Milliarden Euro gestartet worden./asa/DP/fbr