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Mittwoch, 16.11.2016 13:20 von

Ein Handelsblatt-Video über den sinnfreien Superhit eines japanischen Komödianten hat viel Kritik von den Lesern eingeheimst. Unser Korrespondent erklärt die wirtschaftliche Bedeutung der flachen Unterhaltung.

McDonald's hat Fast Food aus den USA global zum Durchbruch verholfen. Der japanische Blödelbarde Pikotaro, eine kitschige Kopie eines prototypischen Pimps, könnte es jetzt mit Fast Entertainment aus Japan schaffen. Sein sinnfreier 45-Sekunden-Song „Pen Pineapple Apple (Apple Aktie) Pen“ hat sich zu einem zig Millionen Mal geklickten Megahit im Internet entwickelt, seit der kanadische Popstar Justin Bieber ihn getweetet hat. Ende Oktober wurde sein Liedchen sogar vom Guinessbuch der Weltrekorde ausgezeichnet – als der kürzeste Song, der es je in die Top-100 der US-Charts geschafft hat.

Als wir aus diesem Anlass einen kurzen Bericht über das schräge Phänomen im Leopardenanzug und sein noch schrägeres Lied online im Handelsblatt brachten, hagelte es nicht nur viele Klicks, sondern auch Kritik. Bassam Splittgerber meinte, er wisse nicht, was dieser Clip im Handelsblatt zu suchen habe (riet aber, ihn bis zum Ende anzuschauen). Alexander Zwielich seufzte, dass dies „leider“ mittlerweile das Niveau vom Handelsblatt sei.

Auf den ersten Blick mögen diese Einwürfe verständlich erscheinen. Aber es gibt einen Grund, warum Pikotaro ins Handelsblatt gehört: Seine Attacke auf den guten Geschmack zeigt nämlich die tiefere wirtschaftliche Bedeutung flacher Unterhaltung aus Ostasien auf. Pikotaro, mit bürgerlichem Namen Kazuhito Kosaka, erklärt das Geschäftsmodell so: Anstatt aufwendig lange Stücke zu produzieren, produziert er mit der Talentmanagementfirma Avex kurze Lieder, „aber viele schnell hintereinander“.

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