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Erdogan liquidiert die Freiheit – der Westen schweigt

Sonntag, 30.10.2016 08:20 von

In der Türkei passiert ungeheuerliches: Ein NATO-Mitgliedsland wird zur islamistischen Diktatur und rüstet sich für den Bürgerkrieg. Die Reaktion des Westens dagegen ist jämmerlich.

Wir müssen über die Türkei reden. Was in jüngster Zeit in diesem Land - Mitglied der NATO und immer noch offizieller Beitrittskandidat der EU – passiert, ist ungeheuerlich. Und geradezu gespenstisch ist dagegen die Reaktion der westlichen Regierungen, inklusive der Deutschen: Schweigen und jämmerliche Beschwichtigungsversuche. Man lässt es einfach geschehen, dass sich dieses wichtige Land, das im 20. Jahrhundert als Vorreiter der Verwestlichung der islamischen Welt galt, in atemberaubendem Tempo zu einer islamistischen Diktatur entwickelt.

Nur ein paar Beispiele, für das, was in der Türkei passiert:Präsident Erdogan stellt offen die Grenzen seines Landes in Frage, die im Vertrag von Lausanne 1924 mit den westlichen Alliierten geregelt sind. In türkischen Medien, die längst alle mehr oder weniger treu zu seiner islamistischen AK-Partei stehen, werden Landkarten präsentiert, die Mossul und Teile Griechenlands als zu einem türkischen Reich gehörig darstellen. Und das zu einem Zeitpunkt, da die türkische Armee sich gegen den Willen der irakischen Regierung am Kampf um Mossul beteiligt. Sie behauptet das zumindest, in Bagdad wird es dementiert. Dass türkische Soldaten wiederholt auf syrisches Territorium vorgedrungen sind, dementiert niemand.Aus der Perspektive der Anhänger Erdogans ist das nur recht und billig: Schließlich waren Syrien und der Irak bis 1918 Teil des Osmanischen Reiches, von dem man in Istanbul und Ankara längst nicht nur nachts wieder träumt. 

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