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Energiewende setzt Stromnetz unter Druck - immer mehr Eingriffe

Dienstag, 29.11.2016 17:38 von

BONN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Energiewende setzt das deutsche Stromnetz unter Druck: Netzbetreiber müssen immer häufiger Kraftwerke abschalten oder drosseln und andere zum Ausgleich hochfahren, weil Leitungen nicht ausreichen. Das geht aus dem aktuellen Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hintergrund ist das schleppende Tempo des Stromnetzausbaus vor allem in Nord-Süd-Richtung.

Die Dauer der sogenannten Redispatchmaßnahmen habe sich 2015 auf knapp 16 000 Stunden annähernd verdoppelt. Die betroffenen Strommengen hätten sich in etwa verdreifacht, heißt es in dem Bericht. Die Kosten für die Netz- und Systemsicherheit stiegen laut Bericht 2015 auf 1,13 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 436 Millionen Euro. Zahlen müssen das die Verbraucher über den Strompreis.

"Die Netzbetreiber müssen immer öfter eingreifen. Damit steigen sowohl die Kosten zur Systemstabilisierung als auch die operativen Risiken für einen sicheren Netzbetrieb", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann auf dpa-Anfrage./rs/DP/tos