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Eine Schule für die globalisierte Welt

Dienstag, 22.11.2016 16:20 von

Mit zig Millionen hat Bosch ein internationales Internat des United-World-College-Verbundes in Freiburg aufgebaut. Es ist eine der ungewöhnlichsten Schulen des Landes. Die Absolventen sollen einmal die Welt verändern.

In den Klassenräumen des ehemaligen Kartäuser-Klosters in Freiburg geht es locker, aber diszipliniert zu. Unterrichtssprache ist Englisch. Als ein Schüler nach einer falschen Antwort „oh shit“ sagt, reagiert Lehrer Sylla Cousineau, ein Kanadier, der 15 Sprachen spricht, schnell und humorvoll. Ob der Schüler denn auch das lateinische Umgangswort für „shit“ wisse. Verlegenes Schweigen. Das heiße „kaka“. Er spricht das Wort so überzogen aus, dass es wie Kindersprache klingt. Die Jugendlichen in seinem Kurs Wissenschaftstheorie lachen. „Und warum reden wir nicht so?“, fragt er und gibt selbst die Antwort: „We are not Donald Trump.“ Erneutes Lachen.

Das UWC Robert Bosch College ist eine der ungewöhnlichsten Schulen Deutschlands. Das Schulkonzept UWC steht für United World College und wurde vom Reformpädagogen Kurt Hahn – dem Gründer der bekannten Internate Salem und Birklehof – entworfen. Hahn wollte Schüler unterschiedlicher Nationen zu mehr Toleranz und Verantwortung erziehen. Bislang gibt es 16 Internate weltweit, seit zwei Jahren auch eines in Deutschland. Die jeweils 200 bis 300 Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren lernen zwei Jahre lang in diesen Colleges, die mit dem International Baccalaureate Diploma (IB) abschließen, das dem Abitur entspricht.

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