„Eine rechtspopulistische Internationale“

Donnerstag, 10.11.2016 14:40 von

Warum wird ein Populist wie Trump zum US-Präsidenten gewählt? Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung führt das auf eine Wut auf die Eliten zurück. Im Interview warnt er vor den globalen Konsequenzen.

Gibt es nach dem Triumph von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl auch in Europa einen politischen Tabubruch? Anzeichen dafür gibt es bereits. Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen will zumindest das in den USA ausgelöste Polit-Erdbeben für sich nutzen. Auch in Italien, Österreich und Deutschland versuchen Populisten das Wahlergebnis als Rückenwind für sich zu interpretieren, zumal in vielen europäischen Ländern im kommenden Jahr Wahlen auf dem Programm stehen. Entsprechend groß ist die Sorge vor einem Rechtsruck in Europa. Der Chef der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, fürchtet nach dem Trump-Sieg sogar einen weltweiten Schulterschluss populistischer Gruppierungen.

Herr Krüger, die Briten entscheiden sich für den Austritt aus der EU, in Deutschland feiert die AfD mit heftigen Attacken gegen die etablierte Politik einen Wahlsieg nach dem anderen und in den USA wird Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt. Was ist da los, wie ist das zu erklären? Ein ganz wesentlicher Grund ist, dass aktuelle gesellschaftliche, globale Entwicklungen von Teilen der Gesellschaft sehr stark mit einem Elitenverdruss einhergehen. Das heißt: Diejenigen, die Verantwortung in Wirtschaft und Politik tragen, sind als Vertreter einer verantwortlichen Klasse bei vielen in Verruf geraten. Daraus wird Politik gemacht, die wir Populismus nennen.

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