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Eine Freundschaft endet im Gefängnis

Mittwoch, 22.02.2017 19:44 von

Klaus Betz, Ex-Deutschland-Chef des Baukonzerns Imtech, soll für fast vier Jahre ins Gefängnis. Grund sind Freundschaftsdienste, die er seinem Vorgänger Jörg Schiele erwies. Sie kamen sein Unternehmen teuer zu stehen.

Früher saßen sie gemeinsam in der Chefetage, heute auf der Anklagebank. Mittwoch, der 22. Februar, Zimmer 398 des Strafgerichtshofs am Hamburger Oberlandesgericht. Schon 15 Minuten vor Beginn der Verhandlung ist den Angeklagten die Anspannung deutlich anzumerken. Still warten Klaus Betz und Jörg Schiele gemeinsam mit ihren Verteidigern vor der schweren Holztür zu dem Raum, in dem es für sie heute um viel gehen wird: ihre Freiheit.

Roter Linoleumboden, abgeblätterte Wandfarbe, unbequeme Holzbänke. Im schlichten Zweiteiler erscheint Betz. Der 62-Jährige kommt noch immer daher wie der mächtige Boss, der er einmal war. Weißes Hemd, dunkelblaue Krawatte, silberne Manschettenknöpfe, randlose Brille, teure Uhr. Als langjähriger Deutschlandchef des niederländischen Baukonzerns Imtech verdiente Betz Millionen. Er gab aber auch Millionen aus, die er nicht hätte ausgeben sollen. Deshalb ist er heute hier.

Schiele hingegen wirkt wie ein „gebrochener Mann“. Das sind die Worte, die seine eigene Strafverteidigerin für ihn findet. 2,8 Millionen Euro soll Schiele illegal von Klaus Betz genommen haben, seinem Nachfolger bei Imtech. Von Reichtum ist Schiele allerdings nichts anzumerken. Das grau melierte Haar ist zwar noch dicht, aber der Anzug zu weit. Keine Uhr, das Gesicht von Falten gezeichnet, die Mundwinkel zeigen nach unten. Nervös tippt Schiele mit den Fingern auf dem Papierstapel vor ihm herum. Der Mann ist 72. Der Staatsanwalt hat mehr als drei Jahre Haft für ihn gefordert.

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