Ein Toter nach Explosion in Ludwigshafen

Montag, 17.10.2016 16:20 von

Bei einer Explosion auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF (BASF Aktie) in Ludwigshafen gab es einen Toten und mehrere Verletzte. Die Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Eine gewaltige Explosion auf dem Gelände des Chemieriesen BASF hat Ludwigshafen erschüttert. Ein Mensch sei getötet worden, mindestens sechs Menschen wurden verletzt, sechs würden zudem noch vermisst, teilte der Werksleiter des Werks Ludwigshafen, Uwe Liebelt, am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Wie schwer die Verletzungen waren, war noch nicht bekannt. Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben zufolge am Montag gegen 11.30 Uhr im Landeshafen Nord bei Arbeiten an einer Rohrleitungs-Trasse. Im Einsatz waren Kräfte aus der gesamten Region, darunter ein Feuerlöschboot aus Mannheim und ein Erkundungswagen der Feuerwehr.

Die Ursache für die Explosion mit mehreren Folgebränden war zunächst noch unklar. Nach Angaben der Polizei in Ludwigshafen gibt es keine Hinweise auf einen Terroranschlag. Laut BASF war außerdem noch nicht bekannt, welche Stoffe sich in der Luft befanden. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Kindergärten und Schulen in den Stadtteilen Edigheim und Pfingstweide wurden informiert, dass Kinder und Jugendliche zunächst dort bleiben sollten. Der normale Schulbetrieb ruht zurzeit jedoch in Rheinland-Pfalz wegen der Herbstferien. Der Stadt zufolge klagten in Edigheim mehrere Menschen über Atemwegsbeschwerden.

Nach der Explosion in Ludwigshafen ist die Homepage der Stadt zwischenzeitlich nicht erreichbar gewesen. Dort hatte die Stadt am Montag die Bevölkerung über aktuelle Entwicklungen bei dem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei informiert. Per Twitter veröffentlichte die Stadtverwaltung die Nummer eines Info-Telefons: +49 621 57086000. BASF hat ein Bürgertelefon eingerichtet mit der Nummer 0800/5050500.

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