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„Ein Stern, der glänzt“

Mittwoch, 30.11.2016 17:00 von

Das Handelsblatt hat seine Leser nach Stuttgart eingeladen. Beim Deutschland Dinner redet Daimler-Chef Dieter Zetsche über die Zukunft der Elektromobilität, das Silicon Valley und sein Verhältnis zu den Grünen.

Das Mercedes-Museum in Stuttgart ist ein siebenstöckiger Bau mit hohem Geschichtsgehalt. Besucher lernen, wie aus der Pferdekutsche der Motorwagen wurde und Mercedes zu einem Symbol für Komfort und gediegenen Wohlstand. Am Dienstagabend erfuhren die rund 400 Gäste des Handelsblatt-Deutschland-Dinners viel über die Zukunft der Marke, die Marketingexperten als die teuerste in Deutschland werten.

Denn Hausherr Dieter Zetsche will den bald 130 Jahre alten Autobauer in ein neues Zeitalter führen. „Eine extreme Disruption“, sieht der Daimler-Chef im Gespräch mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart auf die Autoindustrie zukommen. Der Elektroantrieb, das Autonome Fahren, die Digitalisierung und neue Herausforderer wie Tesla und Google (Alphabet A Aktie) werden die etablierten Hersteller enorm unter Druck setzen. „Aber es ist gut, dass wir dieser Herausforderung aus einer Position der Stärke begegnen“, sagt Zetsche.

Die Wahrnehmung von Mercedes sei immerhin schon gedreht, glaubt der Daimler-Boss. In seinen zehn Jahren im Amt hat er einen Imagewandel angestoßen vom Design bis zum Marketing. „Die Marke wird heute mit anderen Augen gesehen – cooler würde man heute sagen“. Der Mann hat seine persönliche Transformation ja schon hinter sich. Auch beim Deutschland-Dinner trägt Zetsche blaue Jeans und seine mittlerweile obligatorischen braunen Turnschuhe. Der 63-Jährige fühlt sich offenbar so frei, wie lange nicht mehr in seinem Leben.

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