Ein Kartell und zwei Meinungen

Montag, 24.10.2016 15:40 von

Während das Ölkartell Opec weiter um Unterstützung ihrer Förderkürzung buhlt, rumort es in ihrem Inneren. Ungemach kommt aus dem Irak. Der Fall zeigt: Der Deal ist noch längst nicht ausgemacht.

Kann es oder kann es nicht? Die Frage, ob es dem wichtigen Kartell erdölexportierender Staaten gelingt, sich zusammenzuraufen, bestimmt den Ölmarkt seit Ende September. Damals hatte das Kartell bei einem informellen Treffen in Algerien beschlossen, fortan seine Ölproduktion zu kürzen.

Soweit, so ungut. Denn das Kartell ist im Moment alles andere als einig. Der jüngste Querulant: Irak. Das Land fördert täglich 4,8 Millionen Barrel (à 159 Liter) Öl (Rohöl) und ist damit der zweitgrößte Opec-Produzent. Am Wochenende aber forderte der Ölminister Jabbar Al-Luaibi eine Ausnahme von der Förderbegrenzung wegen DES Kampfes gegen den IS. Sein Stellvertreter wurde noch deutlicher: „Wir werden nicht zurückweichen.“

Ende September hatte sich das Ölkartell auf einem informellen Treffen in Algerien darauf geeinigt, die tägliche Menge gepumpten Öls auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel zu beschränken. Gegenüber August entspräche dies einer Kürzung um bis zu 800.000 Barrel.

Vor allem Saudi-Arabien, das mit einem Opec-Öl-Anteil von einem Drittel führende Mitglied, buhlt kräftig für das Abkommen. Vor wenigen Tagen erklärte Ölminister Khalid al-Falih, dass eine Reihe weiterer Staaten bereit sei, ebenfalls die Produktion zurückzufahren. Die mittlerweile fast täglichen Optimismusbekundungen trieben den Ölpreis allein im vergangenen Monat von 45 auf aktuell knapp 52 Dollar (Dollarkurs) für die Nordseesorte Brent. Das nordamerikanische Leichtöl WTI erklomm in der vergangenen Woche nach einer Meldung über abschmelzende Lagervorräte in den Vereinigten Staaten ein 15-Monats-Hoch.

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