Ein Geek auf der sündigen Meile

Donnerstag, 22.09.2016 16:00 von

Start-ups sind längst Pop. Doch beim Gründerwettbewerb des Reeperbahn-Festivals setzt sich ein Technik-Geek gegen Show-Talente durch. Seine Idee könnte Online-Shops mehr Käufer bringen.

Felix Gessert ist nicht unbedingt ein großes Show-Talent, sondern eher als einer, den man als „Technik-Geek”, umgangssprachlich also als „Technik-Streber” bezeichnen würde. Ein wenig deplatziert wirkt der 28-Jährige auf der hell ausgeleuchteten Bühne des Musikclubs Grünspan auf St. Pauli. Gessert redet davon, Daten in der Nähe von Nutzern zwischenzuspeichern, von Sekundenbruchteilen Zeitersparnis, von technischen Details. Vor allem aber redet er davon, dass die Technik seines jungen Unternehmens Baqend ermöglicht, Webseiten deutlich schneller zu laden als ähnliche Konzepte von Riesen wie Microsoft (Microsoft Aktie) und Google (Alphabet A Aktie).

Damit gelang Gessert beim Start-up-Wettbewerb auf dem Hamburger Reeperbahn-Festival ein Kunststück: Er überzeugte ebenso die Jury aus Fachleuten wie dem Xing-Gründer Lars Hinrichs, Höhle-der-Löwen-Investor Ralf Dümmel und Claire England vom Texas Angel Network wie das Publikum. Dabei hatten die vier anderen Finalisten um den Hauptpreis – Werbemöglichkeiten im Wert von 100.000 Euro – deutlich griffigere Ideen.

Nicolas Chibac etwa hätte eigentlich einen großen Auftritt haben können. Sein Unternehmen Spherie kombiniert 360-Grad-Kameras mit fliegenden Drohnen. Entsprechend ließ er eine Drohne durch den Saal fliegen – erlebte aber den Albtraum jedes Pitches: Die Präsentationstechnik streikte, die Leinwand blieb schwarz. Der Applaus für die 20.000 Euro teuren Drohen fiel so eher mitleidig aus.

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