„Ein freundlicher Deal“

Montag, 05.09.2016 12:00 von

Mit der feindlichen Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen Aktie) war Vonovia (Vonovia Aktie) gescheitert. Beim Versuch, sich den österreichischen Konkurrenten Conwert zu schnappen, setzt der Dax-Konzern deshalb auf eine andere Strategie.

Deutschlands größter Vermieter, die Bochumer Vonovia, ist wieder auf Einkaufstour. Diesmal hat der Konzern den österreichischen Rivalen Conwert im Blick: Rund 2,9 Milliarden Euro einschließlich Schulden ist Vonovia-Chef Rolf Buch das Unternehmen wert, wie er am Montag in Bochum sagte. Dafür bekommt er 24.500 Wohnungen, 2.400 Wohnungen davon liegen in Wien, der größte Teil aber in deutschen Städten wie Leipzig und Berlin. Mit dem Management von Conwert sei man sich über das Wochenende einig geworden, sagte Buch.

Die österreichische Conwert ist ziemlich beliebt bei der deutschen Konkurrenz. Im vergangen Jahr hatte die Deutsche Wohnen ein Auge auf die Wiener geworfen – und war mit ihrem feindlichen Übernahmeversuch spektakulär gescheitert. Auch die Hamburger Adler Real Estate (ADLER Real Estate Aktie), die sich ein Aktienpaket von mehr als 20 Prozent der Conwert-Anteile zusammenkaufte, gelang es nicht, bei den Wienern das Heft in die Hand zu nehmen.

Jetzt will Vonovia-Chef Buch zeigen, wie es funktioniert: auf die nette Tour. Denn „feindliche Übernahmen funktionieren nicht“, hatte der Konzernlenker einsehen müssen. Anfang des Jahres war er daran gescheitert, den Konkurrenten Deutsche Wohnen gegen deren Willen zu übernehmen.

„Wir haben hier einen freundlichen Deal“, sagt Buch, und sein Angebot an die Conwert-Aktionäre gibt ihm zumindest auf den ersten Blick recht: Das Bochumer Unternehmen bietet wahlweise eigene Aktien oder eine – vergleichsweise geringere – Barabfindung. Vonovia werde allen Conwert-Aktionären für je 149 Conwert-Aktien 74 Vonovia-Aktien anbieten, teilte der Dax-Konzern mit.

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