Ehemalige Balda AG verklagt ihre Aufsichtsräte

Donnerstag, 01.09.2016 09:20 von

Die ehemalige Balda AG, die heute Clere heißt, hat am Landgericht Bielefeld eine Klage gegen  drei frühere Aufsichtsräte, darunter den Berliner Anwalt Michael Naschke, eingereicht.

Das Unternehmen fordert von ihnen 56 Millionen Euro. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer morgigen Ausgabe.

Die Aufsichtsräte sollen  vor gut fünf Jahren  den Verkauf von Aktien des taiwanesischen Apple-Zulieferers TPK zeitweise torpediert und damit die Balda-Aktionäre um viel Geld gebracht haben. Naschke streitet die Vorwürfe ab. Der Vorstand, der den Vorgang aus dem Jahr 2012 mehrere Jahre lang intern  hat untersuchen lassen, meint jedoch,  genug gegen die drei Aufsichtsräte in der Hand zu haben.  „Aufgrund des vorliegenden Sachverhalts ist der Vorstand gesetzlich dazu verpflichtet, den Anspruch geltend zu machen“, sagte ein Sprecher.  

Als TPK im Oktober 2010 an die Börse ging, war Balda (Balda Aktie) mit 16 Prozent an dem Milliardenunternehmen beteiligt. Der Vorstand wollte die Aktien im Jahr 2011 verkaufen, als der TPK-Kurs zeitweise  viermal so hoch war  wie beim TPK-Börsengang. Doch der damalige Aufsichtsrat blockierte zunächst den Verkauf. Balda veräußerte die Papiere deswegen erst ab 2012,  als der TPK-Kurs deutlich niedriger lag. Naschke hält die Klage für inhaltlich unbegründet. Die Vorwürfe seien bereits 2012 untersucht und entkräftet worden.

Sie lesen eine Vorabmeldung aus der aktuellen WirtschaftsWoche. Mit dem WiWo-Digitalpass erhalten Sie die Ausgabe bereits am Donnerstagabend in der App oder als eMagazin. Alle Abo-Varianten finden Sie auf unserer Info-Seite.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.