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E.ON und RWE: Aus der Verantwortung kaufen

Sonntag, 16.10.2016 14:50

Kommentar von Laurenz Erwald

Liebe Leser,

nach einer turbulenten und uneinheitlichen Börsenwoche war der Freitag wohl der stärkste Wochentag. Der DAX schloss diesen mit einem Plus von 1,6%. Der Grund für den positiven Wochenschlusstag waren wohl die Energieversorger. Ihre Papiere waren stark gefragt. E.ON hatte zeitweise ein Plus von 3% zu verzeichnen, RWE sogar 5%. Der Grund für den starken Kaufdruck lag wohl im Gesetzentwurf der Bundesregierung. Deutschlands Energieversorger RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW bekommen nun die Möglichkeit die Verantwortung der Atommülllagerung- und Entsorgung auf den Staat zu übertragen. Der Gesetzentwurf soll allerdings am Mittwoch noch im Kabinett beschlossen werden. Für die Stilllegung und Abriss der Kernkraftwerke bleiben die Unternehmen aber noch bis ins Jahr 2022 verantwortlich.

23.500.000.000€ Risiken abwälzen

Die Summe von 23,5 Milliarden Euro soll zum 1. Januar 2017 fällig werden. Eon schätzt seinen Anteil an den Kosten auf etwa 10 Milliarden Euro. Der Großteil davon wird aus Rückstellungen finanziert. 2 Milliarden Euro sollen jedoch über eine Kapitalerhöhung finanziert werden. 6,7 Milliarden Euro beträgt der Anteil der Kosten die RWE aufbringen wird. 5 Milliarden Euro entfallen dabei auf die Rückstellungen. Nach dem sehr erfolgreichen Börsengang der Tochter Innogy sind die Kassen wieder besser gefüllt. Dadurch sieht die Lage bei RWE etwas entspannter aus. Das Geld wird in einen großen Staatsfonds fließen um zukünftige Atommüllentsorgung zu gewährleisten. Damit haben es die Stromkonzerne geschafft sich aus der Verantwortung zu ziehen und das Risiko auf den Staat abgewälzt. Den Aktien könnte das nun starken Rückenwind geben.

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