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Durch J&J-Übernahmeangebot droht Erklärungsnot

Mittwoch, 30.11.2016 17:40 von

Actelion soll schon so manchen Übernahmeversuch ausgeschlagen haben. Doch wenn sich ein Angebot von Johnson & Johnson der Grenze von 27 Milliarden Dollar (Dollarkurs) nähert, könnten die Firmen-Chefs in Erklärungsnotstand geraten.

Dem Management von Actelion droht bei einem Übernahmeversuch von Johnson & Johnson eine Kraftprobe mit seinen Aktionären. Bei einem Angebot von 27 Milliarden Dollar würden manche Anleger wohl auf einen Verkauf an den US-Pharma- und Konsumgüterkonzern drängen. Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge diskutieren die beiden Unternehmen eine Offert nahe an dieser Summe, die einem Preis von rund 250 Franken je Aktie entspricht. Sollte Actelion-Chef Jean-Paul Clozel, einer der Firmengründer, ein solches Angebot ablehnen, hätte er Erklärungsbedarf.

Ein Kaufpreis in dieser Höhe entspräche einer Prämie von rund 60 Prozent im Vergleich zu Ende letzter Woche, als die Übernahmespekulationen erstmals aufgekommen waren. Derzeit ist Europas fünftgrößte Biotech-Firma an der Börse knapp 22 Milliarden Dollar wert.

„Wenn ich mir die Pipeline ansehe, von der Herr Clozel so begeistert ist, bin vielleicht etwas weniger enthusiastisch und sehe vielleicht mehr Risiken als Gewinn“, sagte Eleanor Taylor Jolidon, Fundmanagerin bei der Genfer Union Bancaire Privee, die Actelion-Aktien hält. Ab rund 250 Franken je Aktie wäre ein Verkauf zu überlegen.

Actelion und J&J hatten vergangene Woche Gespräche über eine mögliche Transaktion bestätigt. Einem Insidern zufolge haben die Amerikaner ein bislang nichtöffentlich gemachtes Angebot erhöht, um sich die Zustimmung von Actelion zu einer Übernahme zu sichern. Die beiden Unternehmen hätten ihre Verhandlungen im Oktober aufgenommen, es gebe aber unterschiedliche Ansichten über die Art des Deals. Zwei mit der Sache vertrauten Personen zufolge wird Actelion von Bank of America (Bank of America Aktie) Merrill Lynch beraten und J&J von Citigroup (Citigroup Aktie). Beide Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

Warum der Actelion-Chef umdenken könnte

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