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DuMont-Chef: Bei Berliner Zeitungs-Titeln geht es ums nackte Überleben

Mittwoch, 02.11.2016 14:25 von

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorstandsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, Christoph Bauer, hat den Umbau und die Stellenstreichungen in den Redaktionen von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" verteidigt. "Hier geht es ums (UMS Aktie) nackte Überleben der Titel", sagt Bauer (Bauer Aktie) der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). "Wir stecken in einer Spirale, und es wäre eine Todesspirale geworden, hätten wir versucht, die bestehenden Strukturen mit immer weniger Mitteln aufrechtzuerhalten."

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass 50 Stellen in den beiden Redaktionen gestrichen werden sollen. Künftig sollen beide Zeitungen von einer gemeinsamen Redaktion produziert werden.

Nach Jahren der Krise sei die DuMont Mediengruppe inzwischen soweit, "dass die Banken uns wieder Kredit geben, damit wir zukaufen können", sagte Bauer. Er wolle nun das "Geschäft rund um den "Bundesanzeiger" ausbauen, also spezielle Fachinformationen und Datenservices für Unternehmen". Dazu will sich DuMont an digitalen Startups beteiligen.

Zur Unternehmensgruppe gehören neben "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" noch der "Kölner Stadtanzeiger" und der "Kölner Express" sowie die "Mitteldeutsche Zeitung" und die "Hamburger Morgenpost"./ee/DP/stb