Düngemittelriese ächzt vor Großfusion unter Preisdruck

Donnerstag, 27.10.2016 14:40 von

Der kanadische Düngemittelriese Potash muss im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von mehr als 70 Prozent verkraften. Der Rivale des Kasseler K+S-Konzerns kämpft mit niedrigen Kali-Preisen und einer geringen Nachfrage.

Der kanadische Düngemittelriese Potash bekommt auf seinem Weg zum Zusammenschluss mit dem heimischen Konkurrenten Agrium den Preisdruck in der Branche massiv zu spüren. Der Rivale des Kasseler K+S-Konzerns erlitt im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von mehr als 70 Prozent auf 81 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz schmolz um gut ein Viertel auf 1,14 Milliarden Dollar (Dollarkurs) zusammen. Potash kappte daraufhin erneut seine Gewinnprognose für 2016. Die Branche hat mit der Preisschwäche vor allem bei Kali sowie mit einer geringen Nachfrage zu kämpfen, die auch auf den Währungsverfall in Importländern wie Brasilien zurückgeht.

Konzernchef Jochen Tilk sieht inzwischen aber Anzeichen für eine Trendwende: Die Preise erholten sich bereits und im kommenden Jahr sei wegen schrumpfender Lagerbestände auch mit einer stärkeren Nachfrage nach Kali zu rechnen, erklärte er.

Tilk steuert die Potash Corp of Saskatchewan, die als Anbieter von landwirtschaftlichen Produkten wie Saatgut und Dünger vor allem in Nordamerika zu den Branchenführern gehört, derzeit in die Fusion mit dem praktisch gleich großen Konkurrenten Agrium aus Calgary. Damit nimmt Potash einen neuen Anlauf zu einem Zusammenschluss, nachdem der Konzern vor rund einem Jahr im Übernahmepoker um K+S das Handtuch geworfen hatte. Nach heftigem Widerstand der Nordhessen hatten die Kanadier ihre informelle Offerte damals zurückgezogen.

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