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Obama blockiert Aixtron-​Übernahme durch Unternehmen aus China

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Wichtige Meldungen vom Einheits-Wochenende

Dienstag, 04.10.2016 00:00 von

ROUNDUP 2: US-Automarkt flaut weiter ab - VW-Absatz bricht erneut ein

DETROIT - Dem Boom am US-Automarkt geht zunehmend die Puste aus. Die Amerikaner haben sich auch im September beim Autokauf zurückgehalten, wie die am Montag veröffentlichten Absatzzahlen der Branche zeigen. Besonders schwer trifft der Abschwung die ohehin schon schwächelnden deutschen Hersteller VW und BMW, deren Verkäufe auf dem nach China zweitgrößten Automarkt der Welt bereits seit Monaten unter Druck sind. Aber auch US-Schwergewichte wie General Motors (GM) und Ford müssen Abstriche machen.

ROUNDUP: US-Händler nehmen Bosch ins Visier - VW schließt Milliardenvergleich

SAN FRANCISCO - Nachdem die US-Vertragshändler im Abgas-Skandal einen Milliardenvergleich mit VW erzielt haben, dringen sie nun auf Entschädigung von Bosch. In der Nacht zum Samstag ging beim zuständigen Gericht in San Francisco eine erweiterte Klageschrift mit neuen Vorwürfen gegen den Zulieferer ein. Wie bereits zahlreiche US-Zivilklagen von geschädigten Dieselbesitzern, geht nun auch die Sammelklage der Autohändler davon aus, dass Bosch beim Abgas-Betrug zweifelsohne die Rolle eines aktiven Mittäters innehatte.

ROUNDUP/Hoffnung für Morphosys: Erster Antikörper kommt Zulassung näher

MARTINSRIED - Das zuletzt mit einigen Problemen kämpfende Biotechunternehmen Morphosys (MorphoSys Aktie) steht vor einem großen Erfolg: Erstmals in der fast 25-jährigen Geschichte des Unternehmens könnte bald ein Medikament auf Basis eines Morphosys-Antikörpers auf den Markt kommen. Das US-Pharmaunternehmen Janssen als Lizenznehmer habe positive Ergebnisse aus einer zulassungsrelevanten Studie für das Mittel Guselkumab gegen Schuppenflechte veröffentlicht, teilte Morphosys am Samstag in Martinsried mit.

Axa (AXA Aktie) lehnt Übernahmen großer Rivalen ab

MÜNCHEN - Der französische Versicherer Axa lehnt die Übernahme eines großen Rivalen ab. In den vergangenen Monaten hatte es eine Reihe von Presseberichten mit Spekulationen über einen Kauf des italienischen Marktführers Generali gegeben. "Das macht überhaupt keinen Sinn", sagte Axa-Chef Thomas Buberl der "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe). Allianz (Allianz Aktie), Zurich und Generali seien die Wettbewerber von heute, künftig werde es Axa mit anderen Gegner zu tun haben. "Ich habe sehr klare Indizien, dass die Wettbewerber von morgen Google, Apple (Apple Aktie) und Facebook heißen", sagte de Manager. Axa werde durch die Übernahme eines Wettbewerbers nicht fit für diesen Wettbewerb, sondern binde Management-Kapazität und Kapital. "Wir sind groß genug", sagte Buberl.

Siemens (Siemens Aktie) zurrt Zug-Geschäft im Iran fest

TEHERAN - Der deutsche Siemens-Konzern hat einen großen Auftrag im Iran erhalten. Das Geschäft beinhalte die Lieferung von Komponenten zum Bau von 50 dieselelektrischen Lokomotiven, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Züge sollen in der viertgrößten iranischen Stadt Karadsch montiert werden. Der Vertrag wurde am Rande eines Besuches von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in der Islamischen Republik unterzeichnet. Zum Volumen des Geschäfts wurden zunächst keine Angaben gemacht.

ROUNDUP 2: Zahlreiche Tuifly-Flüge gestrichen - auch Air Berlin betroffen

BERLIN/HANNOVER - Die Fluggesellschaften Air Berlin und Tuifly müssen im Zuge ihrer Neuordnung zahlreiche Probleme lösen. Am Montag kam neuer Ärger hinzu: Wegen "Crewengpässen" hoben zahlreiche Tuifly-Ferienflieger gar nicht oder verspätet ab. Auch Air Berlin-Flüge waren betroffen. Es sei vereinzelt zu Beeinträchtigungen im Flugbetrieb gekommen, sagte ein Tuifly-Sprecher. Weitere Angaben zu den Hintergründen sowie zur Zahl der betroffenen Reisenden und Flüge machte er nicht. Es seien verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um die Passagiere an ihre Reiseziele zu bringen.

Großbank ING will 5800 Stellen in Belgien und den Niederlanden streichen

AMSTERDAM - Die niederländische Großbank ING will im Zuge einer Umstrukturierung Tausende Stellen streichen. Insgesamt dürften von dem Umbau 7000 Arbeitsplätze betroffen sein, teilte die Bank am Montag mit. Dabei seien sowohl Verlagerungen als auch Streichungen denkbar. "Die heute angekündigten Schritte und Pläne bedeuten leider auch, dass eine große Anzahl von Kollegen die ING verlassen müssen", sagte ING-Chef Ralph Hamers laut Mitteilung. Bis zum Jahr 2021 dürften demnach in Belgien etwa 3500 und in den Niederlanden 2300 Stellen abgebaut werden. Bei externen Anbietern könnten zudem 950 Stellen betroffen sein.

Tesla meldet starke Absatzzahlen für das dritte Quartal

PALO ALTO - Der Elektroautobauer Tesla hat seine Produktion im dritten Quartal deutlich ausgeweitet und seinen Absatz massiv gesteigert. Insgesamt lieferte die Firma des schillernden Tech-Milliardärs Elon Musk laut einer Mitteilung von Sonntag 24 500 Autos aus. Das waren rund 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Startschwierigkeiten bei der Fertigung des seit Herbst 2015 erhältlichen Elektro-SUV "Model X" brachte Tesla nun schon 8700 Stück dieses begehrten Modells an die Kundschaft. Der Löwenanteil des Geschäfts entfällt mit 15 800 Auslieferungen weiterhin auf die Luxus-Limousine "Model S".

Vermögensverwalter Janus Capital und Henderson Group planen Milliardenfusion

DENVER/LONDON - Das Übernahme-Karussell dreht sich auch in der Vermögensverwaltungsbranche: Janus Capital und die Henderson Group wollen sich zu einem der weltweit führenden Vermögensverwalter zusammenschließen. Das künftige Unternehmen werde den Namen Janus Henderson Global Investors tragen und Vermögen in Höhe von mehr als 320 Milliarden US-Dollar verwalten, wie die Gesellschaften mitteilten. "Die Stärke von Janus im US-amerikanischen Markt wird mit der Stärke von Henderson in Europa und Großbritannien kombiniert," hieß es in der Mitteilung. Am Aktienmarkt werde die neue Gesellschaft etwa 6 Milliarden Dollar wert sein.

IPO: Büroimmobiliensparte Officefirst legt Preisspanne auf 21 bis 23 Euro fest

FRANKFURT - Die Bürosparte Officefirst des Immobilienkonzerns IVG hat die Preisspanne für die auszugebenden Aktien auf 21 bis 23 Euro festgelegt. Im Zuge des Börsengangs sollen bis zu rund 21,4 Millionen neue Aktien ausgegeben werden, teilte Officefirst am Freitagabend mit. Das Unternehmen erhofft sich einen Bruttoerlös von 450 Millionen Euro. Zudem sollen 14 Millionen Papiere aus dem Bestand der IVG platziert werden, zuzüglich einer Mehrzuteilungsoption von rund 5,3 Millionen Anteilsscheinen. Das gesamte Angebotsvolumen könnte damit bis zu 888 Millionen Euro betragen.

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